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Waffenbauer Heckler & Koch in wirtschaftlichen Turbulenzen

Der deutsche Waffenbauer Heckler & Koch steht finanziell stark unter Druck - und fordert jetzt von seinen Mitarbeitern unbezahlte Extraarbeit. Trotz eines hohen Auftragsvolumens schreibt der Hersteller rote Zahlen und hat hohe Schulden.

Waffen Rüstungsindustrie Heckler & Koch Ergebnisse Arbeitsrecht

Der finanziell unter Druck stehende deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch fordert von seinen Mitarbeitern unbezahlte Extraarbeit. Ein Firmensprecher bestätigte entsprechende Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite, ohne Zahlen zu nennen. Zuvor hatte die "Welt" berichtet, wöchentlich sollten 2,5 bis 3 Stunden zusätzlich gearbeitet werden.

Der Firmensprecher sagte: "Derzeit arbeiten wir an einem umfangreichen Innovations- und Wachstumspakt unter Einbindung aller Stakeholder von Heckler & Koch." Einen Zwischenstand zu den Verhandlungen wollte er nicht nennen. In Oberndorf arbeiten rund 800 Menschen für das Traditionsunternehmen.

Angespannte Lage trotz vieler Aufträge

Die Situation bei Heckler & Koch ist seit langem angespannt. Zwar ist das Auftragsvolumen hoch und die Firma kann sich Hoffnungen machen auf lukrative Großaufträge - etwa für das neue Standardgewehr der deutschen Bundeswehr, dessen Vergabeverfahren noch läuft.

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Andererseits schrieb das Unternehmen zuletzt rote Zahlen und der Schuldenberg ist hoch. Außerdem muss die Firma wegen Waffenexporten nach Mexiko einem Gerichtsurteil zufolge tief in die Tasche greifen - Verkaufserlöse von 3,7 Mio. Euro sollen eingezogen werden. Allerdings legte Heckler & Koch Revision ein gegen die Entscheidung des Stuttgarter Landgerichts.

Neuer Chef seit 2018

Seit knapp einem Jahr hat mit Jens Bodo Koch ein neuer Chef das Sagen bei Heckler & Koch. Er versucht seither, die Firma wieder auf Kurs zu bringen - hierbei setzt er nun auch auf die Belegschaft. Das Unternehmen ist tarifgebunden, bisher gibt es dort eine 35-Stunden-Woche. (dpa/apa/red)

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