Digitalisierung

Wacker-Neuson-Chef Gert Reichetseder: Der Offensivapostel

Detailverliebter Tatmensch, einer von der schnellen Truppe: Wacker Neuson-CEO Gert Reichetseder denkt mit einem Nutzermodell für Maschinenkapazitäten radikal neu.

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Er trieb Anfang der 2000er mit großer Schlagzahl das Amerikageschäft des Spritzgießmaschinenbauers Engel. Über sein enormes Tempo, mit dem er Dinge anpackt und in trockene Tücher zu bringen wünscht, halten sich zahllose Anekdoten. Auch jetzt, beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson, drückt Gert Reichetseder auf die Tube: Lieber schon morgen als in ferner Zukunft ist eine Erweiterung des bestehenden Geschäftsmodells angedacht: Weg vom reinen Baggerverkauf, hin zu situativ abrufbarer Aushubleistung, ganz ähnlich dem Anmieten von Serverkapazitäten in der Cloud. Seine knappe Begründung: „Wenn wir es nicht tun, dann jemand anders. Und das könnte schmerzhaft werden.“

Der Vormarsch der Digitalisierung – er ist auch in der Baubranche nicht aufzuhalten. Das Vermietgeschäft zieht an. Am Rundum-sorglos-Paket für Kunden würden auch Mitbewerber schrauben. Technologisch gewappnet sind die Linzer allemal schon: Die nötigen Digitalisierungsprozesse haben unter Reichetseder längst Einzug am Produktionsstandort in Hörsching gehalten, digitale Services sind aufgegleist. Betriebszeiten, Bewegung, Maschinenzustand – Informationen zu all diesen Parametern ließen sich schon optional im Leistungsumfang des Baggers enthaltenen GPS-Ortungssystem abrufen. Noch heuer will Reichetseder einen Testballon eines noch zu entwickelnden Softwareportals steigen lassen.

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