Anlagenbau

Waagner-Biro: Stellenabbau bei der Bühnentechnik "kein Thema"

Wegen eines verhängnisvollen Auftrags auf der Arabischen Halbinsel ist der renommierte Wiener Stahlbauer in die Insolvenz geschlittert. Die Sparte für Bühnentechnik habe jedoch "sehr gute Zukunftschancen", sagt der heimische Investor Erhard Grossnigg.

Die Elbphilharmonie in Hamburg hat Waagner-Biro ebenso mit Technologie ausgestattet wie die Oper in Sydney - und viele andere.

Die wegen der Insolvenz des Stahlbauers Waagner-Biro verkaufte Bühnentechnik-Tochter Austria Stage Systems ist "kein Sanierungsfall", wie der Investor und Sanierer Erhard Grossnigg der "Kleinen Zeitung" sagte.

"Wenn man die Bühnentechnik aus dem Waagner-Biro-Konglomerat herauslöst und zusätzlich finanziert, wie ich das getan habe, dann hat das Unternehmen sehr gute Zukunftschancen. Für die anderen Sparten kann ich die Lage überhaupt nicht beurteilen. Die habe ich mir gar nicht angeschaut, weder den Brückenbau noch den Stahlbau", so Grossnigg in dem Interview.

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Genug Aufträge für ein ganzes Jahr

Der Auftragsstand reiche, um die nächsten zwölf Monate zu überstehen. "Es ist durchfinanziert und wird schon schwarze Zahlen schreiben." Wie viel Grossnigg für die Bühnentechnik zahlt, verriet er nicht.

Stellenabbau kein Thema

Ein Stellenabbau sei kein Thema. Im Gegenteil: Im Rechnungswesen und in der Personalabteilung würden Mitarbeiter aus der Gruppe übernommen, weil "wir jetzt eigenständig agieren". Konkret soll der Personalstand von aktuell 80 um 15 bis 20 Leute auf rund 100 Mitarbeiter wachsen. (apa/red)

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