Autoindustrie

VW will in den USA mit dem Jetta der Abgaskrise davon fahren

VW will mehr als 3,3 Milliarden Dollar in Produktion und Entwicklung in Nordamerika investieren. Das Ziel: Vom "Nischenanbieter", als den sich VW selbst sieht, zum gewichtigen Marktteilnehmer. Im Zentrum der Strategie steht das Modell "Jetta".

Volkswagen will bis 2020 mehr als 3,3 Mrd. Dollar (2,72 Mrd. Euro) in die Entwicklung und Produktion neuer Modelle in Nordamerika stecken. Etwa 1,2 Mrd. Dollar seien für die USA vorgesehen, teilte der Konzern auf der Automesse in Detroit mit.

"Wir wollen Marktanteile gewinnen und von einem Nischenanbieter zu einer bedeutungsvollen Marke in den USA werden", sagte VW-Nordamerikachef Hinrich Woebcken.

Auf dem VW-Klassiker "Jetta" ruht die Hoffnung

Geplant sei bis dahin der Start von mindestens zwei neuen Modellen auf dem US-Markt pro Jahr, sagte VW-Markenchef Herbert Diess zum Beginn der Automesse in Detroit. Eine wichtige Rolle soll dabei der neue Jetta spielen, den VW auf der Ausstellung erstmals vorstellt.

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In den USA war im September 2015 der Abgasskandal aufgeflogen. Woebcken sprach nun von "sichtbaren Fortschritten" beim Comeback der Marke im Land. Der Dieselskandal hat VW in den USA einen deutlichen Teil des Geschäfts gekostet und dem Autobauer Milliardenstrafen beschert. Seither bemüht sich der Autobauer wieder Fuß zu fassen. (reuters/dpa/apa/red)

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