Motorradhersteller

VW will Ducati wachsen lassen - und sucht einen Beifahrer

VW könnte sich bei der Motorradmarke Ducati einen Sozius vorstellen. VW-Chef Herbert Diess gliedert gerade den Konzern mit zwölf Marken in sechs Bereiche um - Ducati, Renk und MAN Diesel & Turbo gehören jetzt zu den Randbereichen.

Volkswagen denkt über einen Partner für die Motorradmarke Ducati nach. Um dem seit 2012 zum Wolfsburger Konzern gehörenden Motorradhersteller Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, sei ein Plan nötig. "Da kann ich mir auch einen Zusammenschluss oder eine Partnerschaft mit anderen Marken vorstellen", sagte VW-Chef Herbert Diess in einem Interview des "Handelsblatts".

Ducati einfach als Motorrad-Ikone im VW-Konzern zu haben, reiche unternehmerisch jedenfalls nicht aus. Mit den Motorrädern hätten die Autos wenig Synergien.

Konzern bekommt sechs Geschäftsfelder

Diess hat die zwölf Marken des Wolfsburger Konzerns in sechs Geschäftsfelder gegliedert, um ihn flexibler zu machen. Dabei wurden die Pkw-Marken in den Segmenten Massenmarkt, Premium und Luxus gebündelt. Für Randbereiche wie Ducati, den Getriebehersteller Renk und die Maschinensparte MAN Diesel & Turbo sucht der Konzernchef eine Perspektive. Dabei hatte er vor den Aktionären im Mai auch eine mögliche Ausgliederung ins Spiel gebracht.

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Matthias Müller wollte Ducati noch verkaufen

Diess deutete damit an, dass auch ein Verkauf oder ein Börsengang für diese Bereiche denkbar wäre. Gegen einen Verkauf stemmt sich jedoch der Betriebsrat. Diess' Vorgänger Matthias Müller hatte bereits versucht, Ducati zu verkaufen, hatte dafür aber die Eignerfamilien Porsche und Piech nicht gewinnen können. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte im Reuters-Interview unlängst allerdings deutlich gemacht, dass er sich gegen "intelligente Lösungen" für diese Bereiche nicht sperren wird. (reuters/apa/red)

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