Autoindustrie

VW und Fiat Chrysler trotzen Absatzflaute in den USA

Volkswagen hat im April in den USA gegen den Trend mehr Autos verkauft. Während der Absatz bei Rivalen wie Ford und Toyota rückläufig war, konnten die Wolfsburger mit knapp 29.000 Fahrzeugen 4,5 Prozent mehr Autos an die Kunden bringen als vor einem Jahr. Fiat Chrysler steigerte seine Verkäufe mit derselben Rate wie VW und kam so auf etwas über 184.000 Stück.

Ford und Toyota meldeten dagegen einen Rückgang von jeweils 4,7 Prozent. Der US-Konzern verkaufte knapp 205.000 Fahrzeuge, das japanische Unternehmen gut 192.000. General Motors meldet nur noch den Quartalsabsatz. Doch die Branche geht beim US-Marktführer von einem Minus von bis zu acht Prozent im April aus.

Großer Einbruch bei Nissan

Besonders hart traf es Nissan mit einem Einbruch von rund 28 Prozent auf etwas weniger als 88.000 Fahrzeuge. Allgemein deutet der Trend im April darauf hin, dass nach einem längeren Boom der US-Autoindustrie die Nachfrage der Kunden nun nachlässt.

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Allerdings hat der Markt in diesem Jahr schon eine Berg- und Talfahrt hingelegt: Auf einen Rückgang im Februar folgte im März ein deutlich steigender Absatz für mehrere Anbieter. So hatte VW im März ein Plus von 18 Prozent verzeichnet, aber im Gegensatz zu den US-Autobauern auch schon im Februar einen deutlichen Anstieg erzielt.

Rükgang am wichtigen Automarkt erwartet

Insgesamt erwarten Experten, dass der US-Neuwagenmarkt dieses Jahr schrumpft. Hintergrund dafür ist neben steigenden Kreditzinsen, dass mehrere Millionen fast neuwertiger Fahrzeuge aus Leasing-Rückläufen auf den Markt kommen dürften. Nach dem Rekordjahr 2016 war der US-Gesamtabsatz bereits im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 17,3 Millionen Fahrzeuge gesunken. (reuters/apa/red)

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