VW-Skandal

VW Tiguan stößt bis zu vier Mal mehr Stickoxid aus als erlaubt

Eine österreichische Kundin und ehemalige Chefin des ARBÖ hat nach längerem Ringen gegen Volkswagen die Herausgabe von Abgasdaten für ihren VW Tiguan durchgesetzt - und diese weichen gravierend von den Grenzwerten ab.

Eine österreichische VW-Kundin wollte es genau wissen und hat es nun schriftlich: Ihr Stadtgeländewagen Tiguan (Euro 5, 103 kW/140 PS) hat einen drei bis viermal höheren Stickoxid-Ausstoß als der erlaubte Grenzwert. Laut Herstellerangaben sollte der Wagen 119,8 Milligramm NOx ausstoßen, der Grenzwert für Euro 5 liegt bei 180 mg je km. In Realität waren es aber 540 bis 720 Milligramm je Kilometer.

Ein VW-Sprecher bestätigte auf APA-Anfrage die Angaben der Kundin Lydia Ninz, die durchaus Erfahrung im Automobilsektor hat: Sie war unter anderem Chefin des Automobilklubs ARBÖ. Und sie war hartnäckig. Drei Monate, zwei Briefe, etliche Telefonate und fünf Blogg-Einträge waren notwendig, bis sie die Auskunft von VW hatte, so Ninz zur APA.

Durch das Werkstatt-Update, das es für alle Kunden gibt, die vom VW-Skandal betroffen sind, werde sich der Stickoxid-Wert um 40 Prozent reduzieren, versicherte der VW Konzern laut Kundin.

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Und nebenbei erfuhr sie noch das: Die Autohersteller müssen für Euro-5- Fahrzeuge die Einhaltung des Grenzwertes von 180 mg/km nur bis 100.000 km garantieren. (APA/red)

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