VW-Skanda

VW-Skandal: Im Wiener Strafverfahren sind 3000 Autobesitzer dabei

Einem Verfahren der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft haben sich bereits mehr als 3.000 Autofahrer angeschlossen. Ob sie tatsächlich allerdings geschädigt wurden, ist offen - und ermittelt wird wegen Betrugsverdachts gegen unbekannt.

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Der VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte beschäftigt auch die österreichische Justiz. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WSKtA) ermittelt seit Jänner wegen Betrugsverdachts, allerdings gegen unbekannte Täter. Diesem Verfahren haben sich bereits mehr als 3.000 mutmaßlich geschädigte Autofahrer angeschlossen, berichtete der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Ein solcher Privatbeteiligtenanschluss ist immer noch möglich. Durch diesen wird die Verjährung von etwaigen Schadenersatzansprüchen gehemmt. Wer den Anschluss über den VKI machen will, zahlt dafür 90 Euro. Der VKI hat eine Anzeige gegen diverse VW-Manager eingebracht.

Gleichzeitig werben die Konsumentenschützer erneut für eine Vergleichslösung in den Niederlanden. "Die Stiftung Car Claim arbeitet auch mit amerikanischen Anwälten, die Sammelklagen vertreten, zusammen. Die Stiftung hat sich insbesondere einem Verfahren angeschlossen, bei dem Beweise gesichert werden", so VKI-Chefjurist Peter Kolba. Weil es in Österreich trotz mehrfacher Versprechen der rot-schwarzen Regierung noch immer kein geeignetes Instrument für ein Massenverfahren gibt, ist der VKI in der Sache VW auf die Niederlande ausgewichen.

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"Wir sind guten Mutes, VW soweit unter Druck zu bringen, dass letztendlich - über die Stiftung - ein Vergleich zustandekommen wird", so Kolba. Bisher sei VW jedoch nicht gesprächsbereit.

Daneben sind in Österreich bereits Private gegen ihre VW-Händler vor Gericht gezogen. Ein paar waren erfolgreich, ein paar nicht. Die Urteile sind aber zumeist noch nicht rechtskräftig. Mehr dazu hier: Im Streit zwischen VW-Händlern und Autobesitzern liegen die Händler vorn >>  (apa/red)

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