Fahrdienste

VW rüstet sich mit Firmentochter Moia gegen Uber - und gegen Taxifahrer

Die neue VW-Firmentochter Moia hat in Hannover den regulären Betrieb gestartet. Kleinbusse des Herstellers holen Fahrgäste an einer "virtuellen Haltestelle" ab und bringen sie zum Ziel. Damit rüstet sich der Autoriese gegen Uber - und bringt zugleich Taxifahrer in Bedrängnis.

Für Moia wird es ernst: Die Volkswagen-Tochter hat den regulären Betrieb ihrer Shuttles in Hannover gestartet. Die Genehmigung der Stadt gelte für zunächst 150 Fahrzeuge, im ersten Schritt solle in den nächsten Tagen die Marke von 55 Kleinbussen erreicht werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Zunächst sollten rund 15.000 zusätzliche Nutzer zugelassen werden - neben den 3.500 Testnutzern des bisherigen Servicetests mit 35 Kleinbussen. Schrittweise will Moia die Zahl der Nutzer und der Fahrzeuge erhöhen. Bis Ende 2020 soll die Hälfte der Flotte in Hannover elektrisch fahren, bis Ende 2022 gelte dies für alle Kleinbusse.

Die klassischen Autobauer rüsten sich seit einiger Zeit für den Kampf mit großen Fahrdienst-Plattformen wie Uber. Daimler mit Car2go und BMW mit Drivenow sind seit Jahren beim Carsharing die Platzhirsche in Deutschland. VW will nach früheren Angaben von Marken-Vertriebschef Jürgen Stackmann ebenfalls in den Carsharing-Markt einsteigen. "Hannover ist die erste Stadt, in der wir ein fester Bestandteil der öffentlichen Mobilität werden wollen", sagte Moia-Chef Ole Harms.

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Bestellung per App an eine "virtuelle Haltestelle"

Fahrgäste können per App ihr Moia-Fahrzeug zu einer virtuellen Haltestelle in ihrer Nähe bestellen. Ein spezieller Algorithmus sorgt dafür, dass Fahrgäste mit einer ähnlichen Route unterwegs abgeholt werden. In Hamburg startet Moia in den ersten Monaten 2019. Vor allem die Taxibranche hat starke Vorbehalte gegen das Unternehmen.