Lastwagen

VW-Partner Navistar schreibt weiter Verluste

Wegen Sonderbelastungen macht der amerikanische Nutzfahrzeughersteller Navistar weiter Verlust. Trotzdem sei man "in der Spur, die Ergebnisse des vergangenen Jahres zu verbessern", so Konzernchef Troy Clarke. Volkswagen hält ein Sechstel der Anteile an diesem Hersteller.

Der US-amerikanische Lastwagenbauer Navistar hat auch im zweiten Quartal weiter Verluste eingefahren. Weil die Beteiligung des deutschen VW-Konzerns nun bestimmte auf Lager stehende Gebraucht-Lkw stärker ins Ausland exportieren will, verbuchte Navistar im zweiten Geschäftsquartal eine Sonderbelastung von rund 60 Mio. US-Dollar (53,3 Mio. Euro), teilte die Firma in Lisle im Bundesstaat Illinois mit.

Ergebnis geht um zwei Drittel zurück

Unter dem Strich häufte sich daher ein Verlust von 80 Mio. Dollar an, nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum ein kleiner Gewinn von 4 Mio. Dollar erzielt wurde.

"Wir sind in der Spur, die Ergebnisse des vergangenen Jahres zu verbessern", sagte Navistar-Chef Troy Clarke. "Aber wir haben im zweiten Halbjahr noch ziemlich viel Arbeit vor uns."

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Der Umsatz in den drei Monaten bis Ende April sank im Vergleich mit dem Vorjahr um 5 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) fiel mit einem Rückgang um zwei Drittel auf 65 Mio. Dollar für Analysten unerwartet schwach aus.

Volkswagen sucht sich Navistar als Partner aus

Die Nutzfahrzeug-Holding von Volkswagen hatte im vergangen September angekündigt, für rund 256 Mio. Dollar im Rahmen einer strategischen Allianz ein Sechstel der Anteile an Navistar kaufen zu wollen. Anfang März wurde der Deal dann besiegelt.

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Auf dem wichtigen US-Lkw-Markt war die Laster-Sparte der Wolfsburger vorher kaum vertreten. Im Rahmen der Allianz will VW-Truck-Chef Andreas Renschler von einem gemeinsamen Einkauf und durch Zusammenarbeit in der Entwicklung profitieren. (dpa-AFX/APA/red)

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