Nutzfahrzeuge

VW: Der Börsengang von Traton doch viel kleiner als gedacht

Die Gesellschaft hinter den Nutzfahrzeugherstellern MAN und Scania soll bald an die Börse - aber dieser Schritt soll viel kleiner ausfallen als geplant. Volkswagen will offenbar zunächst nur 10 bis 15 Prozent der Aktien an seiner Konzerntochter verkaufen, sagen Insider.

Der Börsengang der Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton soll Insidern zufolge kleiner ausfallen als im Frühjahr geplant. Der deutsche Autobauer wolle zunächst nur 10 bis 15 Prozent der Traton-Aktien verkaufen, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Doch nicht ein Viertel der Anteile

Bei einer Bewertung von ungefähr 15 Mrd. Euro für die Muttergesellschaft der Lkw- und Bus-Hersteller MAN und Scania wäre die Emission damit etwa 2 Mrd. Euro schwer. Traton-Chef Andreas Renschler hatte ursprünglich ein Erlös von bis zu 6 Mrd. Euro vorgeschwebt - für einen Anteil von 25 Prozent.

Es ging mehrmals hin und her

Der Startschuss für den Börsengang wird in Finanzkreisen in der kommenden Woche erwartet. Bis zur Erstnotiz dauert es von diesem Zeitpunkt an noch etwa vier Wochen. VW hatte die im März überraschend auf Eis gelegten Börsenpläne erst vor kurzem wieder belebt. Traton soll demnach noch vor der Sommerpause an der Frankfurter Börse gelistet sein. (reuters/apa/red)

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