Coronakrise

VW erwartet Erholung des chinesischen Automarktes in Kürze

Nach der Eindämmung der Coronakrise in China rechnet VW damit, dass der Absatz dort schon bald früheres Niveau erreichen wird. Bereits 22 der 24 Werke von Volkswagen in China sind wieder am Netz.

Nach der Eindämmung der Corona-Krise in China rechnet Volkswagen damit, dass der Fahrzeugabsatz dort bald früheres Niveau erreichen wird. "Wir sind vorsichtig optimistisch, dass die schlimmsten Auswirkungen der Krise in zwei bis drei Monaten hinter uns liegen werden", erklärte VW-China-Chef Stephan Wöllenstein.

Die Nachfrage sei zwar noch begrenzt, das Interesse der Verbraucher am Kauf eines Autos nehme aber langsam zu. VW sei darauf vorbereitet, die Produktion zu steigern, 22 der 24 Werke in China seien inzwischen wieder am Netz.

Wöllenstein zeigte sich zuversichtlich, dass sich China von der Krise erholen werde. "Mitte des Jahres könnten wir wieder an die Planung des vergangenen Jahres anknüpfen. Die Hoffnung kehrt auf dem chinesischen Markt zurück." Im März seien auf dem weltgrößten Automarkt bis zu eine Million Fahrzeuge verkauft worden. Im Vergleich zum Februar mit 250.000 Einheiten wäre dies eine Vervierfachung. Für das Gesamtjahr erwartet Wöllenstein einen Rückgang des Fahrzeugabsatzes in einer Spanne zwischen drei und 15 Prozent. Eine genaue Vorhersage sei derzeit kaum möglich.

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An seinen Plänen für China halte VW fest. Demnach wollen die Wolfsburger zusammen mit ihren chinesischen Partnern in diesem Jahr mehr als vier Mrd. Euro investieren, 40 Prozent davon in die Elektromobilität. "Wir gehen davon aus, dass sich die Erholung fortsetzt und wir 2021 wieder in einem normalen Marktumfeld operieren werden", sagte Wöllenstein. Volkswagen will ab 2025 jährlich 1,5 Millionen E-Autos in der Volksrepublik verkaufen. (reuters/apa/red)