KBA-Mödling

Vorstand stimmt Sozialplan zu

Die Belegschaft gab heute Früh bei einer Betriebsversammlung grünes Licht für das Verhandlungsergebnis.

KBA Maschinenbau Manfred Anderle Karl Proyer

Nach Ende des Streiks bei der KBA-Mödling, Tochter des deutschen Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer, sieht die Gewerkschaft "keinen Grund zum Jubeln". Trotz "offensichtlich unverrückbarer Eigentümerentscheidungen" sei die Reduktion des Mitarbeiterabbaus von 460 auf 385 Stellen aber "ein Kompromiss".

Die im Rahmen der Firmen-Restrukturierung geplanten Kündigungen werden nun nicht vor dem 1. Juli 2014 ausgesprochen, und der KBA-Vorstand stimmte laut Gewerkschaft einem Sozialplan zu. Die Belegschaft gab heute Früh bei einer Betriebsversammlung grünes Licht für das Verhandlungsergebnis und beendete damit den seit Donnerstag andauernden unbefristeten Streik.

"Wir sind in diese Verhandlungen gegangen mit dem Ziel, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen, nach vielen Runden und drei Tagen Streik sind es deutlich weniger als im Dezember angekündigt. Damit lebt für uns die Hoffnung, diese Zahl noch weiter reduzieren zu können", so Manfred Anderle, Bundessekretär der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge, in einer Aussendung. Es gebe außerdem eine schriftliche Zusage des Vorstandes, wegen der Restrukturierung vor 1. Juli keine Kündigung auszusprechen.

Der KBA-Vorstand hatte zu Beginn des Arbeitskampfes gedroht, alle streikenden Mitarbeiter zu entlassen. Im gestern Abend paktierten Verhandlungspapier zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat gibt es laut Gewerkschaft eine sogenannte "Streikklausel". Die Beschäftigten hätten es nun "schwarz auf weiß, dass ihnen aus ihrer Teilnahme an den Streiks keine Nachteile entstehen und dass ihnen für diese Zeit eine Entgeltfortzahlung zusteht", betonte GPA-Vizechef Karl Proyer. (APA)

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