Autovergleich

Vorfreude

Wovon Autoliebhaber schwärmen werden und wann sie endlich kommen: Die fünf spannendsten Neuerscheinungen des Autojahres.

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1. BMW 8er Coupé

© BMW

Eine Legende kehrt zurück: BMW legt den 8er als Sportwagen neu auf. Erst kürzlich hat BMW ein Video einer italienischen Hochgeschwindigkeits-Teststrecke mit dem neuen 8er in Action veröffentlicht. Betörend vor allem der Sound. Offizielle Bilder hält BMW noch zurück. Instagram-Leaks jedoch beweisen, dass die Serienversion optisch sehr nah an der 2017 gezeigten Studie angelehnt ist. Die Proportionen bleiben markentypisch: lange Schnauze, langer Radstand, geduckte Silhouette und weit ausgestellte Radhäuser. Die Hai-Nase an der Front wird von der mächtigen Doppelniere dominiert. Die schmalen Scheinwerferschlitze mit den hexagonalen Tagfahrlichtern werden vom aktuellen 5er und 7er übernommen. Das weit ausladende Heck erinnert an die auslaufende 6er-Serie. Zwei massive Endrohre und eine schwarze Heckschürze lassen den neuen 8er auch von hinten als Sportwagen erkennen. Schickes Detail: Die goldenen Bremssättel. 

Im Inneren wird es volldigitale Instrumente geben. Hochwertige Materialien wie Leder, Carbon und Aluminium schaffen den Spagat zwischen Sportlichkeit und Luxus. Die breite Mittelkonsole ist leicht dem Fahrer zugeneigt, auf ihr thront der geschliffene Gangwahlhebel sowie der iDrive-Drehdrück-Schalter aus Swarovski-Glas. Rote Elemente wie der Startknopf, Schaltwippen oder die roten Gurte sollen wohl die Sportlichkeit weiter unterstreichen. Welche Ausstattungsmerkmale in der Serienversion Platz finden, ist noch unklar. In der Studie waren unter anderem Laserlicht, 21-Zoll-Felgen, Carbon-Keramik-Bremsen und das digitale Cockpit dabei. BMW hat durchblicken lassen, dass ein 860i im Bereich des Möglichen liege. Einen V12-Motor wird es wohl allerdings nicht geben. Als Top-Modell soll der bereits bestätigte M8 mit 4,4-Liter-V8-Biturbo mit weit über 600 PS gesetzt sein. Das hat seinen Preis: Mindestens 100.000 Euro wird der neue 8er kosten. Ende 2018, spätestens Anfang 2019, steht der 8er zur Probefahrt bereit.

2. Jaguar I-Pace

© Jaguar

Der neue I-PACE ist das erste Elektroauto der britischen Marke. Das SUV soll die PACE-Familie komplettieren und ordnet sich zwischen dem kompakten E-PACE und dem bulligen F-PACE ein. Gute Gene: Rein optisch macht der I-PACE eine super Figur. Kaum ein aktueller Jaguar kann mit einer derartigen Eleganz aufwarten. Die Verbindung aus hohem SUV, kurzer Haube und kantig verbautem Heck ist gelungen und zeitgemäß. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der I-PACE dank des 3 Meter langen Radstandes richtig viel Platz. Der Kofferraum fasst zwischen 656 und 1.453 Liter. Ein zusätzlicher Laderaum vorn schluckt weitere 10,5 Liter.

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Als erster Jaguar erhält der I-PACE zudem das neue Infotainment-System Touch Pro Duo, das aus einer Kombination aus Touchscreens, Sensoren und Schaltern besteht. Das neue Navigationssystem analysiert die individuelle Fahrweise und berechnet daraus Fahroptionen. Fahrmodi und Innenraum passen sich an die persönlichen Präferenzen des Fahrers an. Zusätzlich gibt es für den I-PACE eine eigene Alexa-Funktion: Damit kann sich der Fahrer aktuelle Informationen ins Auto laden lassen. 

Der Elektro-Antrieb setzt sich aus zwei Motoren zusammen. Einer sitzt an der Vorderachse, einer hinten. Jeder E-Motor leistet 200 PS. Die 90 kWh-Lithium-Ionen-Batterie steckt in einem Alu-Gehäuse und ist im Fahrzeugboden als Teil der Karosseriestruktur verbaut. Dank hochmoderner Folienzellen verspricht Jaguar eine Reichweite von 480 Kilometern. An einer Schnellladestation sollen die Aggregate innerhalb von 40 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Dank Allradantrieb gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Auf die Batterie gibt Jaguar drei Jahre Garantie. Ab Sommer soll der I-PACE in Österreich verfügbar sein. Der Preis wird sich wohl bei ungefähr 70.000 Euro einpendeln.

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3. Audi E-Tron

© AUDI AG

Bühne frei für das erste deutsche Elektro-SUV: Den Audi E-Tron Quattro. Das E-SUV im Format des Q5 soll dabei nur der Anfang einer ganzen E-Tron-Baureihe sein. Der bereits mehrfach auf den Straßen Europas gesichtete Prototyp orientiert sich dabei stark an der 2015 gezeigten Design-Studie. Der Viertürer gibt sich bewusst sportlich – mit schlitzförmigen Scheinwerfern und dem komplett geschlossenen „Kühler-Grill“. Während die Studie noch ohne Außenspiegel auskam, haben die Ingenieure schmale Spiegel angebaut. In der Seitenperspektive fällt die nahezu horizontale Fensterlinie, die kräftig ausgestellten Kotflügel und die starken Einzüge im unteren Bereich der Türen auf. Die coupéhafte Form des Elektro-SUV endet in einem Dachkantenspoiler. Die schmalen Rückleuchten ziehen sich weit in die Heckklappe. Der Kofferraum fällt mit 615 bis 1.700 Liter eher geräumig aus.

Aktuell arbeitet Audi gerade mit einem chinesischen Solarzellen-Hersteller an einem äußerst dünnen Dach-Kollektor, der einen Wirkungsgrad von 25 Prozent erreichen soll – auch bei schwachem Licht und hohen Temperaturen. Langfristig soll die gewonnene Energie direkt in die Traktionsbatterie gespeist werden. Die Studie wurde von drei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 435 PS angetrieben. Als Energie-Speicher dient jeweils eine Lithium-Ionen-Batterie mit 95 kWh. Während ein E-Motor auf die Vorderachse wirkt, arbeiten die beiden anderen am Heck. Mittels eines Boostmodus soll kurzfristig eine Leistung von 503 PS abrufbar sein. Als Reichweite verspricht Audi 500 Kilometer und erreicht damit Tesla-Werte. Zwar soll die Höchstgeschwindigkeit auf 210 km/h begrenzt sein, den Sprint von 0 auf 100 schafft der E-Tron aber in sportlichen 4,6 Sekunden und steht damit der Konkurrenz mit herkömmlichem Antrieb in nichts nach. Ab August ist der erste elektrische SUV der Ingolstädter erhältlich. Vorbestellungen werden bereits angenommen. Mindestens 80.000 Euro müssen Sie dafür investieren.

4. DS7 Crossback

DS - bis vor einiger zeit noch die Bezeichnung für hochpreisige Citroen - ist mittlerweile zur eigenständigen Premium-Marke des PSA-Konzerns avanciert. Optisch tritt der neue 7 Crossback zurückhaltend-elegant auf, ohne jedoch an Präsenz einzubüßen. Der sechseckige Grill und die LED-Leuchtgrafik sind bereits aus der Studie bekannt. Auch aus der Seitenperspektive wirkt der DS zeitlos und schlicht. Scharfe Kanten gibt es dennoch und die größte serienmäßige Bereifung im Segment: Schicke 20-Zoll-Felgen. Obwohl BMW X3 als auch Audi Q5 jeweils einen größeren Radstand sowie eine höhere Gesamtlänge aufweisen, sind die Platzverhältnisse im DS7 Crossback ausgezeichnet. Grund dafür ist der quer verbaute Motorblock, der zusätzlich Raum schafft. Vorn sitzt man bequem, auch hinten machen Kopf- und Beinfreiheit keine Probleme. Lediglich die Rundumsicht wird durch die breiten D-Säulen recht arg eingeschränkt. Großzügig gearbeitetes Nappaleder, Alcantara und eine Mittelsäule in Metalloptik machen einen hochwertigen Eindruck und sollen Kunden von Audi und BMW locken.

Die Oberflächen der Sitze zieren die Lederarmbänder der französischen Uhrenfirma B.R.M. – und eine davon sitzt über der Mittelkonsole und wird mit Druck auf den Startknopf ausgefahren. Schon das Basismodell wird mit einem 8- und einem 12-Zoll-Display geliefert. Je nach Ausstattungsklasse wachsen die Bildschirme noch an. Immer wiederkehrendes Element: Rauten – sowohl am Innendesign als auch der Infotainment-Grafik. Das Top-Modell wird durch einen Benzin-Hybrid angetrieben – inklusive elektrischem Allrad und einer Leistung von 300 PS. Rein elektrisch schafft der DS knapp 60 Kilometer. Einen Diesel-Hybrid wie beim DS5 wird es nicht geben. Die Diesel-Motoren leisten zwischen 150 und 180 PS. Das Spektrum der Benzinmotoren reicht von 130 bis 220 PS. Alle Motoren sind Vierzylinder. Sechszylinder sind keine vorgesehen. Erhältlich ist der DS7 Crossback ab sofort für 36.190 Euro.

5. VW T-Cross

© VW

Knapp ein Jahr nach der Enthüllung des neuen Polo reicht VW den T-Cross nach – ein Crossover-SUV auf der Plattform des Polo. Die mächtige Front wird dominiert von schmalen Scheinwerfern, die zusammen mit dem breiten Grill eine recht freundliche Vorderseite zeichnen. Die abgerundeten, viereckigen LED-Tagfahrlichter im unteren Bereich wirken zeitgemäß und urban. Ein farblich abgesetzter Unterfahrschutz macht den SUV-Polo zumindest optisch t fürs Gelände. Starke Sicken kennzeichnen die Karosserie, die Überhänge fallen kurz aus, die Heckklappe steht flach an. Im Inneren stehen wie beim Polo zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Farb- und Materialvarianten zur Wahl. Die verschiebbare Rückbank ist ebenfalls gesetzt. Das Virtual-Cockpit mit Touchscreen wird es wohl nur gegen Aufpreis geben – ebenso wie ein Panoramadach.

Als Einstiegsmotor gibt es einen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 90 PS. Die schwächeren Aggregate mit 65 und 75 PS wird es voraussichtlich im T-Cross nicht geben. Für schnelleres Vorankommen dürften der 1.5 TSI Vierzylinder mit 150 PS und der Zweiliter-TSI aus dem GTI mit 200 PS allerdings ausreichen. Als Selbstzünder wird der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 80 und 90 PS erhältlich sein. Der jeweils stärkste Diesel- und Benzinmo-tor wird mit einem DSG-Siebengang-Getriebe gekoppelt. Alle anderen Motoren kommen mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung. Die Sicherheitssysteme werden ebenfalls aus dem neuen Polo übernommen: Serienmäßig gehören zum T-Cross der Front-Assist mit Notbremsfunktion, Umfeld-Beobachtung und Fußgänger-Erkennung. Gegen Aufpreis zusätzlich erhältlich sind ein adaptiver Tempomat, Spurwechsel- und Parkassistent, der auch vor Parkremplern schützen soll. Ob das Cabrio wirklich kommt, wird sich zeigen. Angekündigt wurde der T-Cross zum Ende des Jahres. Preislich wird das Einstiegsmodell kaum unter 15.500 Euro den Garagenboden wechseln. 

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