Neue Standorte

Vorarlberger Weltmarktführer baut heuer drei neue Werke

Auch heuer eröffnet der Verpackungsriese Alpla wieder Produktionsstätten. Außerdem forscht der Konzern mit anderen Partnern an einem Bio-Kunststoff, von dem sich Chef Günther Lehner viel verspricht.

Der Verpackungsriese Alpla ist stetig auf Wachstumskurs und wird auch dieses Jahr wieder drei Werke für Kunststoffverpackungen in Saudi-Arabien, Indien und Mexiko in Betrieb nehmen, wie das Wirtschaftsblatt online berichtet. Alpla ist dabei das umsatzmäßig größte Unternehmen in Vorarlberg.

Mit den neuen Werken steigt die Zahl der Produktionsstandorte weltweit auf knapp 160 und die Zahl der Mitarbeiter auf über 16.000, Alpla produziert in insgesamt 40 Ländern und ist dabei nur in Australien nicht vertreten. Der Konzern ist Partner etwa von  Procter & Gamble, Coca-Cola oder Danone. Insgesamt dürfte der Familienkonzern heuer etwa 250 Millionen Euro investieren. Genaue Zahlen will CEO Günther Lehner aber nicht nennen. Mit 3,13 Milliarden Euro Umsatz ist der Vorarlberger Alpla-Konzern jedenfalls Weltmarktführer bei Kunststoffverpackungen. 

Erforschung eines neuen Kunststoffs

Mit Coca Cola und Danone hat sich Alpla nun an einer Entwicklungsplattform des niederländischen Unternehmens Avantium beteiligt. Gemeinsam will man einen bio-basierten Kunststoff, PEF, bis 2018 zur Marktreife bringen, wie Lehner laut Wirtschaftsblatt erzählt. Polyethylenfuran (PEF) wird zu 100 Prozent aus pflanzlichen Rohmaterialien hergestellt. Lehner verspricht sich davon viel: "PEF verfügt über ausgezeichnete Eigenschaften; so ist die Gasbarriere für Sauerstoff zehnmal höher als jene von PET. Gemeinsam mit der hohen Festigkeit ermöglicht dies die Entwicklung von sehr dünnen und leichten Flaschen." Zudem ist PEF hitzebeständiger und kann bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden. Für den Alpla-Chef ist das Material der Kunststoff der Zukunft. Ein weiterer Vorteil: PEF lässt sich ohne Umstellungen mit den bestehenden Maschinen verarbeiten.

Verwandte tecfindr-Einträge