Maschinenbau

Vorarlberger Beschlägehersteller Blum wächst weiterhin stark

Der Vorarlberger Beschlägehersteller Julius Blum hat seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Das Unternehmen liefert in rund 120 Länder - in praktisch allen Marktregionen habe es ein Plus gegeben, so Geschäftsführer Gerhard E. Blum.

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Nach 6,5 Prozent im vorigen Geschäftsjahr hat die Vorarlberger Beschlägehersteller-Gruppe Julius Blum GmbH 2016/17 (per 30.6.2017) ihren weltweiten Umsatz erneut deutlich gesteigert. Die Erlöse legten um 8 Prozent auf 1,79 Mrd. Euro (zuvor 1,66 Mrd.) zu. Auch die Investitionen erreichten mit 174,62 Mio. Euro Rekordhöhe. Zur Ertragssituation gab das Familienunternehmen traditionell keine Angaben.

Umsatzplus "in praktisch in allen Marktregionen"

Der Umsatz sei praktisch in allen Marktregionen gewachsen, sagte Geschäftsführer Gerhard E. Blum bei der Jahrespressekonferenz in der Zentrale in Höchst. So gehe es beispielsweise auch in Russland "nach drei Jahren Abwärtstrend" wieder aufwärts. Selbst Griechenland entwickle sich positiv, wo Blum im Juni ein neues Lager- und Bürogebäude in Betrieb nahm.

Einzig Großbritannien schert aus der Reihe. Der Brexit zeige spürbare Auswirkungen, einerseits durch die Abwertung des britischen Pfunds, "aber auch durch die Zurückhaltung der Konsumenten ist spürbar, im Gegensatz zu dem, was einige Ökonomen verbreiten. Dabei haben die Verhandlungen noch nicht einmal begonnen".

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Blum liefert in 120 Länder

Der Beschlägerhersteller beliefert insgesamt über 120 Länder. Der EU-Raum stellt 48 Prozent des Gesamtumsatzes, an zweiter Stelle folgen die USA mit 16 Prozent. Nordamerika sowie der asiatisch-pazifische Raum hätten im abgelaufenen Geschäftsjahr "sehr gute Ergebnisse" geliefert, so Gerhard Blum.

Auch Südamerika beginne, sich von der Talsohle zu lösen. Das überproportionale Wachstum des Unternehmens sei neben der "hohen Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft (7.287 Mitarbeiter, davon 5.530 in Vorarlberg)", der internationalen Marktpräsenz konsequenten Investitionen in F&E (4 %) und neuen Produkten zu verdanken: "Innovationen sind die Sicherheit für die Zukunft."

Ausbau in Bregenz

127,2 der insgesamt 174,6 Mio. Euro investierte die Blum-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr in Vorarlberg. Zwei Bauetappen des Werks 4 in Bregenz wurden fertiggestellt, beim künftigen Werk 8 in Dornbirn sind die Bauarbeiten im Gange. Dort entsteht das neue Stanzzentrum der Gruppe.

Mit 66 Mio. Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Die erste Halle soll Mitte 2018 bezogen werden, der zweite Bauabschnitt im Sommer 2019 abgeschlossen sein. Aus heutiger Sicht, so Gerhard E. Blum zur APA, werde Werk 8 der letzte Neubau in Vorarlberg sein.

Mit Abstand größter privater Arbeitgeber Vorarlbergs

Im September werden beim mit großem Abstand größten privaten Arbeitgeber Vorarlbergs 93 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung starten. Auch das sei ein Rekordwert. Darunter sind 15 Mädchen, sagte Blum: "Die Initiativen Mädchen in technische Berufe zu bringen, beginnen langsam zu greifen." (apa/red)

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