Zulieferindustrie

Vorarlberger Autozulieferer Henn übernimmt zwei deutsche Firmen

Der Vorarlberger Zulieferer Henn übernimmt die TKW Molding in Thüringen und UFT Produktion in Sachsen. Ziel des in Dornbirn ansässigen Herstellers ist es, ein weltweit aktiver Anbieter von Produkten aus Metall, Kunststoffen und Hybridlösungen zu werden.

Der Vorarlberger Automotive-Zulieferer Henn hat die TKW Molding GmbH in Thüringen übernommen. Schon Anfang Oktober war die Expansion mit dem Kauf des strategischen Partners UFT Produktion in Sachsen vorangetrieben worden. Ziel von Henn ist es, globaler Anbieter von Metall-, Kunststoff- und Hybrid-Lösungen zu werden, wie Henn-Mehrheitseigentümer Martin Ohneberg erklärte.

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Die Henn Industrial Group GmbH & Co KG ist damit gemeinsame Muttergesellschaft von Henn GmbH & Co KG (Sitz: Dornbirn), der TKW Molding sowie der UFT Produktion. Das Closing für beide Unternehmenskäufe - zum Preis gab es keine Angaben - wurde am 25. Oktober vollzogen.

Die TKW Molding (Sitz: Blankenhain) verfügt derzeit über 110 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 17 Mio. Euro. Die UFT Produktion (Sitz: Heinsdorfergrund) erreichte im vergangenen Jahr mit rund 100 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von rund 14 Mill. Euro.

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Während laut Ohneberg UFT das Know-how im Metallbereich liefern soll, stehe TKW für das Wissen im Kunststoffbereich. Mit dem Kauf der beiden Unternehmen, mit denen man seit Jahren zusammenarbeite, seien die Kapazitäten und das Wissen für Neuentwicklungen im Bereich innovativer Verbindungssysteme sicher gestellt.

Aktuell geht Henn in Dornbirn von einem Umsatz von 68 Mio. Euro (plus 13 Prozent gegenüber 2017) im heurigen Jahr aus. 2021 soll die Gruppe 360 Mitarbeiter umfassen und einen Umsatz in Höhe von 170 Mio. Euro erreichen. (apa/red)