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Vorarlberger Arbeiterkammerpräsident Hämmerle wiedergewählt

Hubert Hämmerle, amtierender Präsident der Arbeiterkammer Vorarlberg, ist bei der konstituierenden Vollversammlung mit einer großen Mehrheit der Stimmen wiedergewählt worden. Als Vizepräsidenten wurden Bernhard Heinzle, Jutta Gunz und Manuela Auer gewählt.

Bei der konstituierenden Vollversammlung der Arbeiterkammer Vorarlberg ist der seit 2006 amtierende Präsident Hubert Hämmerle (ÖAAB/FCG) neuerlich wiedergewählt worden. Er erhielt 57 von 70 Stimmen, das entspricht 81,43 Prozent. 2014 hatte Hämmerle 61 von 68 Stimmen erhalten. Einen Gegenkandidaten gab es wie bereits beim letzten Mal nicht.

Als Vizepräsidenten wurden Bernhard Heinzle und Jutta Gunz (beide ÖAAB/FCG) mit 77,14 Prozent sowie von der FSG Manuela Auer mit 68,57 Prozent der Stimmen gewählt. Trotz des Verlustes der absoluten Mehrheit bei der AK-Wahl - die Christgewerkschafter erzielten 47,26 Prozent nach 51,70 Prozent im Jahr 2014 - verstand Hämmerle das Ergebnis als "klaren Auftrag zum Weitermachen". Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) erreichte mit 30,18 Prozent einen Zuwachs von mehr als drei Prozentpunkten (2014: 26,99). Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) kamen auf 7,86 Prozent der Stimmen, gegenüber 8,31 Prozent 2014.

Die Grünen-nahe Liste "Gemeinsam" gewann 6,04 Prozent der Wähler für sich (2014: 6,53). Die migrantisch geprägte Liste "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ) hatte 2014 noch 7,47 Prozent überzeugt, bei der heurigen Wahl stürzte sie auf 1,81 Prozent ab, wohl auch weil ihre Abspaltung "Heimat aller Kulturen" (HaK) ebenfalls antrat und auf Anhieb 6,07 Prozent Zustimmung erhielt. Neuerlich am Einzug scheiterte der Gewerkschaftliche Linksblock mit 0,77 Prozent (2014: 0,94). Die Wahlbeteiligung lag 2019 bei 37,05 Prozent, 2014 hatten 36 Prozent der wahlberechtigten Arbeitnehmer teilgenommen.

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Die vier Fraktionen ÖAAB/FCG, FSG, Gemeinsam und NBZ verständigten sich nach der AK-Wahl auf eine Zusammenarbeit, die eine Arbeitsgemeinschaft im Sinne der Arbeitnehmer sein soll, keine Koalition. Schwerpunkte der Arbeiterkammer in den kommenden Jahren sollen Steuerentlastung, leistbares Wohnen sowie Bildung und Digitalisierung sein, zudem wolle man gegen die Schwächung der AK und gegen die Demontage des Sozialstaats auftreten, hieß es. (apa/red)