Standorte

Vorarlberg will in Dornbirn ein Innovationsquartier entstehen lassen

Das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn n nehmen sich die Linzer Tabakfabrik als Vorbild. Die Voraussetzungen für das neue "Innovationsquartier" in Dornbirn seien "fantastisch", heißt es dazu aus Oberösterreich.

Das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn wollen in Vorarlberg ein Innovationsquartier nach dem Vorbild der Linzer Tabakfabrik entstehen lassen. Laut Chris Müller, dem Direktor der Tabakfabrik, sind die Voraussetzungen dafür "fantastisch". Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sprach von 100 Millionen Euro, die in nächsten Jahren in und um die Fachhochschule in Dornbirn investiert werden sollen.

Land Vorarlberg, die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung haben Müller in seiner Funktion als Geschäftsführer des Unternehmens CMb.industries mit der Erstellung einer Studie über das Potenzial eines "Ökosystems für Innovation in Vorarlberg" beauftragt. Laut Müllers Analyse bietet sich dabei die Fachhochschule Vorarlberg als Ankerpunkt für eine solche Entwicklung an.

Wallner präzisierte, dass der Ausbau der Fachhochschule im Ausmaß von 50 Millionen Euro bis 2024 bereits beschlossene Sache ist. Weitere 50 Millionen Euro könnten durch private Investoren aus der Wirtschaft dazukommen. "Wenn das Modell funktioniert, werden weitere Investitionen erfolgen", stellte der Landeshauptmann fest. Schon heute sei das Areal im Herzen Dornbirns rund um Fachhochschule, Postgarage und Campus V ein wichtiger Standort für Wissenschaft, Forschung, Start-ups und die digitale Szene Vorarlbergs.

White Paper zum Thema

Die Grundidee ist es, Lehre, Forschung und betriebliche Innovation an einem Standort zu kombinieren und Unternehmen gezielt zusammenzuführen. Dazu werden das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn gemeinsam eine Gesellschaft gründen, zu denen sich nach den Vorstellungen Wallners auch Private hinzugesellen sollen.

Die Gesellschaft soll dabei die Funktion eines Kurators übernehmen, der ein bestmögliches Community-Management der beteiligten Unternehmen sicherstellt. Die verstärkte Kooperation soll Innovation ermöglichen. Wenn ein kleines Unternehmen etwa Gerätschaften nutzen könne, die für die Firma alleine nicht leistbar wären, dann entstehe Raum für Neues, so Müller. Mit der Universität St. Gallen (HSG) in der benachbarten Schweiz werde bereits über einen "Ableger" in Dornbirn verhandelt, so Wallner.

Neben dem angedachten Leuchtturmprojekt in Dornbirn könnten in weiterer Folge aber auch weitere Standorte in Vorarlberg in das Innovationsnetzwerk einbezogen werden. Konkret genannt werden etwa der Millennium Park in Lustenau oder die Spinnerei Feldkirch. (apa/red)