Bahnindustrie

Vor Fusion mit Siemens: Alstom legt deutlich zu

Der französische Zughersteller Alstom hat vor der anstehenden Fusion mit der Bahnsparte von Siemens sowohl den Umsatz als auch den Gewinn im Halbjahr deutlich erhöht. Nach der Fusion will sich Alstom auf Fahrzeuge für den Stadtverkehr konzentrieren.

Alstom Siemens CRRC Bahnindustrie Ergebnisse Frankreich

Im Bild die Stadt Straßburg und eine neue, von Alstom und Peugeot gebaute Straßenbahn für den Verkehr zwischen Deutschland und Frankreich: Alstom und Peugeot bauen eine Straßenbahn gemeinsam >>

Der französische Zughersteller Alstom hat dank einer insgesamt guten Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr zugelegt. Der Umsatz kletterte von April bis September um 5 Prozent auf 3,76 Mrd. Euro. Das teilte der Konzern, der vor einer Allianz seiner Zugsparte mit derjenigen von Siemens steht, mit.

Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel mit einem Plus von 16 Prozent auf 231 Mio. Euro besser aus. Hier profitierte der Konzern auch von Sparmaßnahmen. Die Finanzziele bis 2020 wurden bestätigt.

Fusion soll 2018 abgeschlossen werden

Ende September hatten Alstom und Siemens eine Zug-Allianz auf Augenhöhe angekündigt, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll.

Mehr dazu:
Die Siemens-Alstom-Fusion als „Vernunftehe“ >>

Fusion bei Siemens und Alstom besiegelt - mit Mehrheit für Siemens >>

Mit der Fusion ihrer Zugsparten reagieren die beiden Unternehmen auf den hohen Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Branchengiganten CRRC massiv gewachsen war.

Fokus künftig auf den Stadtverkehr

Vor zwei Jahren hatte Alstom sein Energiegeschäft an den US-Konzern General Electric verkauft. In Zukunft wollen sich die Franzosen auf Stadtverkehr konzentrieren.

Der Auftragseingang bei Alstom fiel in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um fast 50 Prozent - ein Grund dafür war aber, dass im Vorjahr besonders große Bestellungen eingegangen waren. Der Bestand sank um zwei Prozent auf 32,741 Mrd. Euro. (dpa/apa/red)

.

Aktuell aus der Branche:

Siemens, Alstom und Bombardier kämpfen um milliardenschweren Bahnauftrag >>

Bombardier will betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vermeiden >>