Personalie

Von Anger zu ecop: Warum Klaus Dirnberger wieder im Maschinenbau gelandet ist

Fast zwölf Jahre stand Klaus Dirnberger an der Spitze des Trauner Transferzentrenherstellers Anger. Nach einem Jahr Auszeit zieht es ihn zurück in die Industrie: Als COO soll er beim Maschinenbauer ecop das Wachstum managen.

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Nach einem Jahr Auszeit zieht es Klaus Dirnberger zurück in den Maschinenbau: Sei Mai ist er COO beim Rotationswärmepumpenhersteller Ecop Technologies und soll dort das Wachstum managen.

Er genoss erstmal auf das gründlichste den Sommer, schnaufte richtig durch. Endlich war Zeit dafür: Im vorigen Juni übergab Klaus Dirnberger die Geschäftsführung beim Trauner Maschinenbauer Anger an Nachfolger Bernhard Morawetz. Doch lange ließ sein Comeback in der Industrie nicht auf sich warten - seit wenigen Tagen läuft Dirnberger wieder voll im Takt der produzierenden Industrie. Dirnberger soll dem Wärmepumpenhersteller ecop Technologies - Geschäftsführer und Miteigentümer des Unternehmens mit Sitz im oberösterreichischen Neuhofen an der Krems ist Bernhard Adler - als COO auf seinem Wachstumskurs die notwendigen Akzente verleihen. 

Dirnbergers Sachbezogenheit ist gefragt. Genauer: Sein Erfahrungshintergrund mit innovativen Unternehmen, die nach ersten Referenzen mit Pilotkunden vor der Aufgabe einer seriellen Überleitung stehen. „Im letzten Herbst habe ich mich intensiver in der oberösterreichischen Startup-Szene getummelt“, erzählt Dirnberger. Das blieb nicht ohne Folgen. Im März wurden erste Kontakte zu ecop geknüpft, die sich alsbald intensivieren sollten.

Erste Pilotanlage 2017

Zum Produkt Rotationswärmepumpe - die Kompression des Arbeitsmediums erfolgt hier durch Rotation - kann Dirnberger gleich mehrere positive Attribute nennen. Der massiv höhere Wirkungsgrad dieser Technologie ist einer davon. Ein anderer das extrem breite Temperaturspektrum, das sich gegenüber konventionellen Anlagen erzielen lässt. 

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2017 wurde die erste Anlage von ecop an ein Fernheizwerk in Österreich ausgeliefert. Weitere Anwendungsfelder sind Nahwärme, industrielle Trocknungs- und Kühlungsprozesse und auch Hochtemperaturanwendungen der chemischen Industrie. 

Jetzt soll es in die Stückzahlen gehen. Die Expansion hat Gründer Bernhard Adler sorgfältig geplant. Die Fertigungshalle in Neuhofen an der Krems steht "für Kapazitäten einer ganz ordentlichen Betriebsgröße“ bereit, heißt es im Unternehmen mit aktuell 25 Mitarbeitern. Bernhard Adler hat unserem Schwester-Magazin HLK kürzlich beim "Energy Innovation Talk" mehr über Ecop und der geplanten Revolution am Wärmepumpen-Markt erzählt.

Neun Gesellschafter

Am Unternehmen beteiligt ist Dirnberger - anders als ursprünglich bei Anger - unterdessen nicht. Dafür würde es auch eng: Neben Gründer Bernhard Adler, der nach einer weiteren Kapitalerhöhung im Mai nunmehr 27,44 Prozent am Unternehmen hält - Vater Robert ist mit 3,50 Prozent dabei - ist ein weiterer Miteigner der Oberösterreichische Hightechfonds (19,76 Prozent). 

Ebenfalls mit an Bord: Universitätsprofessor und Ex-Siemens-Aufsichtsrat Michael Mirow (4,62 Prozent), Ex-Andritz-Manager Friedrich Papst - er ist Gesellschafter der dpa equity & consulting GmbH (10,91 Prozent) - sowie die FSP Beteiligungsmanagement GmbH (28,35 Prozent). Letztere zählt zur Innviertler Scheuch-Gruppe, spezialisiert auf Luft- und Umwelttechnik. 

Seit Mai ebenfalls Gesellschafter: Die ECOexperts Consulting GmbH von Franz Rindler (1,97 Prozent), Thomas Weichselbaumers Pioniergeist Consulting KG (1,48 Prozent) sowie Josef Krasser (1,97 Prozent).

Auch Dirnberger scheint der Energisektor schnell ans Herz gewachsen zu sein: Seit Mai des Jahres ist er auch Aufsichtsrat des Energiedienstleisters Cleen Energy.

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