Nutzfahrzeuge

Volvo erwartet für heuer eine Stabilisierung der Absatzzahlen

Auf den Märkten Europas kurbelt ein erhöhtes Frachtaufkommen die Ergebnisse des Lastwagenbauers Volvo an - in Nordamerika setzt sich für die Schweden der Abwärtstrend fort. Für heuer erwartet Volvo eine Stabilisierung.

Weniger Aufträge und Lieferungen haben dem schwedischen Lastwagenbauer Volvo 2016 einen Umsatz- und Gewinnrückgang beschert. Der Überschuss ging unterm Strich auf 13,2 Milliarden schwedische Kronen (1,4 Mrd. Euro) zurück, nach 15 Milliarden Kronen im Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte um zehn Milliarden Kronen auf knapp 302 Milliarden (32 Mrd. Euro).

Während es im Europa-Geschäft wegen des hohen Frachtaufkommens und der niedrigen Benzinpreise und Zinsen gut lief, setzte sich der Abwärtstrend in Nordamerika fort - zwar etwas langsamer als bisher, erklärte Volvo-Chef Martin Lundstedt in dem jüngsten Finanzbericht der Gruppe. "Aber es gibt immer noch einen Überhang an gebrauchten Lastwagen, der die Nachfrage weiter dämpfen wird."

Im vierten Quartal indes fuhr der Konzern die Früchte seines jahrelangen Sparkurses ein. Der bereinigte Betriebsgewinn legte von gut 480 Mio. Euro auf knapp 600 Mio. Euro zu. Auch die überraschend hohe Nachfrage kam den Schweden zugute. Zum Jahresende gingen zehn Prozent mehr Aufträge für Lastwagen ein als im Vorjahr.

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Aussichten für 2017 besser als angenommen

Für das laufende Jahr seien die Aussichten besser als zuletzt angenommen, teilte Volvo weiter mit. So dürfte der europäische Markt mit einem Absatz von insgesamt etwa 300.000 Fahrzeugen in etwa stabil bleiben. Seine Marktprognose hoben die Schweden damit um 20.000 Fahrzeuge an. In Nordamerika seien ebenfalls Anzeichen einer Stabilisierung zu erkennen.

Die Volvo Group baut Lkw, Busse, Baumaschinen und Schiffsmotoren. (dpa/reuters/apa/red)