Maschinenbau

Volle Auftragsbücher beim oberösterreichischen Maschinenbauer Stiwa

Der vor allem im Bereich Automation tätige Maschinenbauer Stiwa hat seinen Umsatz im Vorjahr um knapp ein Viertel gesteigert. Für die kommenden zwei Jahre und darüber hinaus seien die Auftragsbücher voll, so die Geschäftsführer Peter und Raphael Sticht.

Die vor allem im Bereich Automation tätige Stiwa Group mit Hauptsitz in Attnang-Puchheim in Oberösterreich hat ihren Umsatz im per Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/2018 um 23 Prozent auf 255 Mio. Euro gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 1.542 auf 1.810. Das berichteten die beiden Geschäftsführer Peter und Raphael Sticht in einer Pressekonferenz in Linz.

Das 1972 von Walter und Herta Sticht, den Eltern der beiden jetzigen Geschäftsführer, gegründete Unternehmen ist sowohl im Automotiv- als auch im Non-Automotiv-Bereich tätig. Einerseits werden den Kunden Maschinen für ihre Erzeugung geliefert, andererseits auch Komponenten für ihre Produkte, beispielsweise Getriebebaugruppen.

Neuer Geschäftsbereich Mechatronische Systeme

Auf der Referenzliste stehen der VW-Konzern, Bosch, Thyssenkrupp, Blum und Greiner Bio-One. Der Maschinen- und Anlagenbau trägt mit 141 Mio. Euro rund 55 Prozent zum Gesamtumsatz bei, der zweitgrößte Geschäftsbereich, die Produktion von Automotive-Komponenten, 87 Mio. Euro.

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Neu ist der Geschäftsbereich Mechatronische Systeme, der vereinfacht ausgedrückt dafür sorgen soll, dass sich in Handling-, Zuführ-und Transfersystemen die Dinge bewegen und die Datenanbindung für eine international vernetzte Produktion funktioniert. Damit will die Firma ihre Position als Anbieter von Komplettlösungen in der Hochleistungsautomation stärken. Die Exportquote der Firma beträgt über 70 Prozent.

Starkes Umsatzplus und mehr Mitarbeiter auch für heuer geplant

Für heuer ist eine Steigerung des Umsatzes auf 280 Mio. Euro und der Zahl der Mitarbeiter auf 2.000 geplant. Der Optimismus resultiert daraus, dass die Auftragsbücher für die kommenden 2 Jahre und darüber hinaus voll sind. Die Investitionen sollen eher mehr werden. Zuletzt waren es 45 Mio. Euro - für den Ausbau der Standorte unter anderem in Gampern und am Hauptsitz in Attnang-Puchheim, beide im Bezirk Vöcklabruck.

Das Unternehmen setzt auf Internationalisierung und sieht vor allem den asiatischen Markt als Wachstumstreiber. Deswegen wurde 2013 in Werk in Nantong in China gegründet, das heuer um ein zweites erweitert wurde. Im laufenden Geschäftsjahr soll dort die Mitarbeiterzahl von 74 auf mehr als 100 erhöht werden.

Lehrlinge aus China

Sechs chinesische Lehrlinge werden aufgenommen, die nach dem Ende ihrer Ausbildung sowohl einen chinesischen als auch einen in Österreich anerkannten Lehrabschluss in der Tasche haben sollen. Beabsichtigt sei nicht eine Billigproduktion in Fernost, sondern man wolle den Bedürfnissen der Kunden folgen. In Charlotte in North Carolina wird die 2016 eröffnete Service- und Support-Niederlassung derzeit zu einem vollwertigen Standort ausgebaut. Auch in Deutschland hat Stiwa 2017 in Nordrhein-Westfalen eine Niederlassung errichtet. (APA/red)

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