Rüstung

Volle Auftragsbücher bei Rheinmetall dank Großauftrag aus Australien

Weltweit geben Staaten wieder viel mehr Geld für Waffen aus - den Hersteller Rheinmetall freut das. Vor allem ein Großauftrag aus Australien für Radpanzer und Lastwagen sorgt gerade für volle Auftragsbücher beim Waffenkonzern.

Dank höherer Militärbudgets weltweit hat der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall volle Auftragsbücher. Der Ordereingang für Panzer, Munition und andere militärische Güter habe sich in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 4,5 Mrd. Euro fast verdoppelt, teilte Rheinmetall in Düsseldorf mit.

Das lag vor allem an einer Großbestellung aus Australien für Radpanzer und Lastwagen. "Wir profitieren bei Defence (Verteidigung) vom wachsenden Nachholbedarf bei der Ausrüstung der Bundeswehr und vom militärischen Modernisierungsbedarf in vielen Ländern weltweit", sagte Konzernchef Armin Papperger.

Rundum positiv läuft das Geschäft dennoch nicht - der Umsatz in dem Zeitraum sank in der Rüstungssparte sogar um 2,9 Prozent auf 1,97 Mrd. Euro. Das Minus lag aber zum Großteil an negativen Währungseffekten - in lokalen Währungen war es nur ein Rückgang von 0,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2018 kappte der Konzern seine Umsatzerwartung für die Rüstungsgeschäfte. Statt einer Steigerung von 12 Prozent werden es nun nur noch schätzungsweise 6 bis 7 Prozent. Ein Grund: Für einige Aufträge fehlen noch die Exportgenehmigungen.

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Rheinmetall ist neben der Militärsparte auch noch als Autozulieferer tätig. Hier kletterten die Umsätze in den ersten neun Monaten 2018 den Angaben zufolge um 2,3 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. (dpa/apa/red)

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