Autoindustrie

Volkswagen und Fiat setzen Produktion in Europa teilweise aus

Fiat Chrysler will die Produktion in den meisten seiner Werke in Europa für zwei Wochen auszusetzen. Volkswagen fährt seine Fabriken in Spanien herunter und verweist darauf, dass die Schließung der Grenzen die Logistik deutlich erschwere.

Wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie müssen immer mehr Pkw-Werke in Europa schließen. Fiat Chrysler kündigte am Montag an, die Produktion in den meisten europäischen Werken für zwei Wochen auszusetzen. Auch VW und die Opel-Mutter PSA stehen auf der Bremse.

Der Mutterkonzern des Autobauers Opel, die französische PSA-Gruppe, schließt wegen der Coronavirus-Pandemie alle Werke in Frankreich. Das verlautete am Montag aus Gewerkschaftskreisen. Zuvor hatten schon der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler, der französische Autobauer Renault sowie der französische Reifenhersteller Michelin Werksschließungen wegen der Corona-Krise angekündigt.

Volkswagen fährt die Produktion von Seat im spanischen Martorell und im VW-Werk in Navarra herunter. Das VW-Werk in der Nähe von Lissabon drosselt die Produktion um 16 Prozent. Grund ist dort ein Mangel an Arbeitern, nachdem die portugiesische Regierung die Schließung aller Schulen angeordnet hat.

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Ein VW-Sprecher sagte, die Versorgung der Werke mit Teilen werde durch die Grenzschließung in Europa immer schwieriger. Auch die Produktion in den USA wird durch die Pandemie in Mitleidenschaft gezogen. Die US-Fabrik in Chattanooga werde zunächst für einen Tag heruntergefahren, um zu sehen, welche Mitarbeiter überhaupt zur Arbeit erschienen, sagte ein VW-Sprecher.

Fiat Chrysler teilte mit, in den italienischen Fabriken Melfi, Pomigliano, Cassino, Mirafiori, Grugliasco und Modena werde bis 27. März nicht gearbeitet. Die Produktion im serbischen Kragujevac und das polnische Werk Tychy würden ebenfalls geschlossen. Die vorübergehende Aussetzung ermögliche es dem Autobauer, auf die gesunkene Pkw-Nachfrage effektiv zu reagieren. Der italienisch-amerikanische Autobauer hatte vergangene Woche bereits angekündigt, die Fabriken in Pomigliano, Melfi, Atessa und Cassino an zwei Tagen in der Woche ruhen zu lassen.

Der Luxussportwagenbauer Ferrari hat als Reaktion auf die Virus-Krise ebenfalls beiden Werke in Maranello und Modena bis 27. März dichtgemacht. Der zu Volkswagen gehörende Rivale Lamborghini hat bis 25. März einen Produktionsstopp verhängt.

Italien ist besonders hart von der Epidemie getroffen, das ganz Land steht praktisch still. In Spanien gelten ähnliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Es wird damit gerechnet, dass die Autonachfrage europaweit massiv sinken wird, weil in Zeiten von Corona kaum jemand an den Kauf eines neuen Fahrzeugs denkt.

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In China, wo die Epidemie ihren Ursprung hat, läuft es dagegen wieder besser. Dort gehen immer mehr Werke wieder ans Netz. (reuters/apa/red)

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