Autozulieferer

Volkswagen soll Verkauf des Getriebeherstellers Renk prüfen

Laut Meldungen von Eingeweihten prüft Volkswagen offenbar den Verkauf des Getriebeherstellers Renk. Der Zulieferer hat 2.200 Beschäftigte und einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro. Die Mehrheit an Renk gehört MAN.

Volkswagen denkt Insidern zufolge über einen Verkauf des Getriebeherstellers Renk nach. Europas größter Autokonzern habe die US-Investmentbank Citi beauftragt, Optionen für das zur Maschinensparte der Lkw-Tochter MAN gehörende Unternehmen zu prüfen, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Überlegungen können in einen Verkauf münden. Citi lehnte einen Kommentar ab. MAN erklärte, man beteilige sich nicht an Spekulationen.

Finanzfirmen warten offenbar schon

Über einen möglichen Verkauf von Renk, an der die MAN SE 76 Prozent der Anteile hält, wird schon länger spekuliert. Das 1873 gegründete Unternehmen mit rund 2.200 Beschäftigten wies zuletzt einem Umsatz von knapp einer halben Milliarde Euro und einen Vorsteuergewinn von 65 Mio. Euro aus.

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Auf dieser Grundlage schätzen Experten den Firmenwert auf 600 bis 800 Mio. Euro. Insider gehen davon aus, dass Renk vor allem Finanzinvestoren wie KKR, CVC, Cinven, Carlyle oder Advent anlocken dürfte. Konkurrenten wie Timken, Rexnord oder Allison Transmission könnten sich für Teile des Unternehmens interessieren.

Konzern-Chef Matthias Müller hatte im vergangenen Jahr angekündigt, im Zuge des Umbaus von Volkswagen das Portfolio an Beteiligungen zu überprüfen. Gegen einen Verkauf sowohl der Maschinenbausparte als auch von Teilen wie Renk hat sich der Betriebsrat ausgesprochen. Auch einen Verkauf des Motorradherstellers Ducati lehnt die Arbeitnehmervertretung ab. (reuters/apa/red)

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