Autoindustrie

Volkswagen ID: "Das ist das Auto, das jetzt von uns erwartet wird"

Volkswagen stellt auf der IAA in Frankfurt seinen Mittelklassewagen ID.3 vor, ab November soll das Elektroauto in Serie gehen. Zumindest einer dürfte die Pläne der Wolfsburger mit größter Aufmerksamkeit verfolgen: Elon Musk, seines Zeichens Konzernchef von Tesla.

Nach langer Vorbereitung will Volkswagen jetzt mit dem Elektro-Mittelklassewagen ID.3 die E-Mobilität massentauglich machen. Vor dem Beginn der Automesse IAA zeigte der Konzern die Neuentwicklungabend erstmals der Öffentlichkeit. "Der ID.3 ist mehr als ein neues Modell. Das ist das Auto, das von uns jetzt erwartet wird", sagte VW-Vorstandschef Herbert Diess in Frankfurt.

Serienproduktion ab November in Sachsen

Diess sprach von einem "entscheidenden Moment" für das Unternehmen. Die Serienfertigung des ID.3 soll im November im Werk Zwickau anlaufen, für das Frühjahr 2020 sind die ersten Auslieferungen geplant. Zwar hat die VW-Gruppe bereits einige Elektroautos im Programm - etwa den Audi e-tron oder den E-Sportwagen Porsche Taycan, dessen Produktionsstart war. Eine rein elektrische Großserie zu einem geringeren Einstiegspreis fehlte bisher aber noch.

Teil einer Plattform-Strategie von Volkswagen

Der ID.3 basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Diese Technologie, die durch Nutzung vieler gleicher Teile auch Kosten spart, soll in den kommenden drei Jahren bei insgesamt 33 Modellanläufen verwendet werden. "Für die Marke Volkswagen ist der ID.3 der Auftakt einer großen Elektro-Offensive", sagte Diess.

White Paper zum Thema

Aktuell:
Erstes reines Elektroauto vorgestellt: Porsche setzt sich unter Strom >>

Interessant:
Wolfgang Porsche schließt Beteiligung an Tesla nicht aus >>

Massive Proteste im Vorfeld der IAA

Die Automesse IAA beginnt diese Woche in in Frankfurt. Nie zuvor wurde die IAA derart massive Proteste angekündigt. Im Zentrum der Kritik stehen nicht erst seit dem verheerenden Unfall von Berlin mit vier getöteten Fußgängern die Stadtgeländewagen - Sports Utility Vehicle (SUV) sagen deren Befürworter, Stadtpanzer oder Klimakiller deren Gegner. Ob sie klassische Verbrennungsmotoren oder hochpotente Elektroantriebe unter der Haube haben, spielt kaum noch eine Rolle.

Umweltschützer: SUV sind Stadtpanzer

Für Greenpeace steht außer Frage, dass SUVs im Widerspruch zum Pariser Klimaschutzabkommen stehen. Sie seien "zu groß, zu schwer, zu klimaschädlich". Erstmals könnten 2019 mehr als eine Million Neuwagen dieses Typs auf die deutschen Straßen rollen. "Auf der IAA werden Klimakiller gefeiert", sagte Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann. (dpa/apa/red)

Von der IAA 2019:
Daimler will seine Zulieferer zur Klimaneutralität zwingen >>   
PSA-Chef: In der Autobranche werden weitere Pleiten kommen >>

Verwandte tecfindr-Einträge