Autoindustrie

Wichtige Gespräche mit Ford - VW derzeit "sehr stark chinesisch geprägt"

VW erwartet eine baldige Einigung mit Ford über die Kooperation bei Roboterautos. Diese Partnerschaft sei von enormer geostrategischer Bedeutung, so Konzernchef Diess - VW sei derzeit zu sehr chinesisch geprägt.

Volkswagen rechnet mit einer baldigen Einigung mit Ford über eine Zusammenarbeit bei Roboterautos. Die Kooperationsgespräche mit dem zweitgrößten US-Autobauer stünden kurz vor dem Abschluss, sagte Konzernchef Herbert Diess auf einer Führungskräftekonferenz in Wolfsburg. Die Partnerschaft mit Ford sei für Volkswagen geostrategisch von überragender Bedeutung.

"Ohne ein starkes Engagement in den USA - unserer noch immer schwächsten Weltregion - drohen wir in den weltweiten Handelskonflikten in eine ausweglose Situation zu geraten", sagte Diess laut seinem Redemanuskript, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Volkswagen sei derzeit noch sehr stark ein chinesisch geprägtes Unternehmen.

Konzernchef Diess will mehr Rendite

In seiner Rede vor rund 500 Top-Managern betonte der Konzernchef zudem, dass Volkswagen sich weiter operativ steigern müsse, um an der Börse besser dazustehen. "Unsere Unternehmensbewertung ist deutlich zu niedrig." Diess betonte, dass Volkswagen noch große Kraftreserven habe.

White Paper zum Thema

Operativ liege der Konzern jetzt schon am oberen Rand des Korridors dessen, was man sich für 2025 vorgenommen habe. Wenn sich das Marktumfeld normalisiere und man auch nur einen kleinen Teil der möglichen Synergien hebe, von denen heute viele noch brachlägen, habe das Unternehmen noch erhebliches Potenzial. Diess bekräftigte, das Lkw-Geschäft mit den beiden Marken MAN und Scania unter dem Namen Traton noch vor der Sommerpause an die Börse zu bringen. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge