Stahlindustrie

Voestalpine zum Brexit: "Wir müssen nehmen, was kommt"

Die Voestalpine hat eine eigene Mannschaft abbestellt, die sich nur um die Folgen des Brexit kümmern soll. Derzeit gibt man sich in Linz trotzdem gelassen - schließlich gehe es "nur" um zwei Prozent des Konzernumsatzes.

Der oberösterreichische Stahlkonzern Voestalpine ist betreffend EU-Ausstiegs der Briten auf alles vorbereitet: Im Herbst hat das Unternehmen eine eigene Taskforce zu diesem Thema installiert. "Das braucht man - wir haben auch eine Kanzlei beauftragt, die uns berät", sagte Konzernsprecher Peter Felsbach zur APA. "Wir müssen nehmen, was kommt."

"Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet"

"Wir prüfen alle Szenarien durch und sind auf alle Szenarien vorbereitet", erklärte Felsbach. "Wir sind bekannt dafür, dass wir diese Dinge gelassen nehmen - es geht um zwei Prozent des Konzernumsatzes."

Eine Mannschaft aus zehn Personen nur für das Thema Brexit

Die rund zehn Personen starke Taskforce wird von Linz aus gesteuert und setzt sich aus Experten aus den britischen Unternehmen und aus dem Konzern sowie einem externen Anwalt zusammen.

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Voest betreibt vier Werke in Großbritannien

Die Voestalpine führt in Großbritannien zehn Standorte, vier davon sind Produktionsstätten. Der Konzern erzielte dort im Geschäftsjahr 2017/19 mit 666 Vollzeitkräften einen Umsatz von 300 Mio. Euro. Die größte Einzelgesellschaft des Konzerns im Vereinigten Königreich ist Voestalpine Metsec plc (Oldbury) - mit 384 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 113 Mio. Euro. In den vergangenen zehn Jahren investierte die Voest 42 Mio. Euro auf dem Markt. (apa/red)

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