Stahlindustrie

Voestalpine vs. Thyssenkrupp: Diese Strategien führten zu Erfolg und Misserfolg

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp ringt ums Überleben. Welche Weichenstellungen hat die Voestalpine zum Technologieführer gemacht - und Thyssenkrupp hingegen zum Übernahmekandidaten? Ein Erklärungsversuch.

Wer die Konzernzentrale von Voestalpine-Mitbewerber Thyssenkrupp besucht, kann nicht anders als beeindruckt zu sein: Von hier aus werden weltweit 160.000 Mitarbeiter, mehr als dreimal so viel wie die Linzer auf der Payroll haben, dirigiert. Die Architektur des 2010 fertiggestellten Thyssenkrupp Quartiers ist ein Glas und Stahl gewordenes Symbol von Kapital und Macht. Hier, im Headquarter Q1, das wie dem Film „Transformers“ entsprungen scheint, hat vor kurzem Martina Merz, die mittlerweile dritte Vorstandsvorsitzende des Stahlkonzerns in 18 Monaten, ihren Platz eingenommen. Die Aufsichtsratschefin löst in einer Art Feuerwehraktion Guido Kerkhoff ab, der erst im Februar zum CEO bestellt wurde. Es besteht Grund zur Annahme, dass Voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner die frühere Bosch-Managerin nicht um ihre Aufgabe beneidet: Der einstige Branchenprimus der europäischen Stahlindustrie, im September aus dem deutschen Leitindex DAX geflogen, kämpft um sein Überleben. Wie konnte es so weit kommen?

Ein stringentes Geschäftsmodell, loyale Eigentümer, ein stabiles (lokales) Management, eine glückliche Fügung und zudem ein Hauch Größenwahn sorgten dafür, dass Voestalpine-Manager heute nicht mehr ehrfurchtsvoll zur Konkurrenz ins Ruhrgebiet blicken, sondern den Linzer Konzern zum Technologieführer entwickelt haben. Lesen Sie mehr über die Entwicklungen und Strategien, die für Erfolg und Misserfolg entscheidend waren in der Coverstory der aktuellen INDUSTRIEMAGAZIN-Ausgabe

>> Voestalpine vs. Thyssenkrupp: Aufstieg und Niedergang zweier Stahlkonzerne

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