Stahlindustrie

Voestalpine startet im Mostviertel die Produktion für Industriemesser

Die Voestalpine hat die Produktion für Spezialprofile im Mostviertel gestartet. Im Bezirk Amstetten investieren die Oberösterreicher fünf Millionen - "eine wichtige Absicherung" der 140 Arbeitsplätze am Standort, so der Hersteller.

Die börsennotierte Stahlkonzern Voestalpine hat in Bruckbach (Bezirk Amstetten) eine neue Produktionshalle für Industriemesser eröffnet. In den Ausbau der Fertigung wurden fünf Mio. Euro investiert. Die 2.000 Quadratmeter große Halle der Voestalpine Böhler Profil stellt laut einer Aussendung "eine wichtige Absicherung" der 140 Arbeitsplätze an dem Standort in Niederösterreich dar.

5.000 verschiedene Spezialstahlprofile für andere Industriesparten

Die Voestalpine Böhler Profil, eine Tochter der High Performance Metals Division des Voestalpine-Konzerns, liefert von Bruckbach aus rund 5.000 verschiedene Spezialstahlprofile an die internationale Luftfahrt-, Maschinenbau-, Energie- oder Automobilindustrie. Zudem hat sich das Unternehmen den Angaben zufolge auf die Produktion von Industriemessern, vorwiegend zur Herstellung von Grobspanplatten - dem Nummer-eins-Baumaterial in Nordamerika -, spezialisiert. Das Investment trage dem Wachstum in diesem Bereich Rechnung, die Kapazität in diesem Produktsegment wird verdoppelt.

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"Wir haben in den letzten fünf Jahren insgesamt über 15 Millionen Euro in den Ausbau und die Digitalisierung der Profilfertigung am Standort Bruckbach investiert", sagte Franz Rotter, Vorstandsmitglied der Voestalpine AG und Leiter der High Performance Metals Division. Im Geschäftsjahr 2018/19 hat die Voestalpine Böhler Profil mit 30 Mio. Euro ihren bisher höchsten Jahresumsatz erzielt.

Voest hat sieben Produktionsgesellschaften in Niederösterreich

In Niederösterreich sind insgesamt sieben Produktionsgesellschaften aus allen vier Konzern-Divisionen (Steel, High Performance Metals, Metal Engineering und Metal Forming) mit 2.300 Mitarbeitern im Raum Krems, Waidhofen an der Ybbs, Wöllersdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land) und St. Pölten vertreten. Hergestellt werden Stahlrohre und -profile, Straßenrückhalte- und Regalsysteme, Präzisionsbandstahl sowie Weichen. Die Exportquote beträgt 75 Prozent.

Der Gesamtumsatz lag 2018/19 bei rund 653 Mio. Euro. Der gesamte Voestalpine-Konzern erwirtschaftete 2018/19 (per Ende März) bei 13,6 Mrd. Euro Umsatz ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,6 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 458,6 Mio. Euro. Weltweit umfasste der Personalstand knapp 52.000 Mitarbeiter. (apa/red)

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