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Voestalpine prüft, ob sie Geldgeber der Formel E bleiben will

Ob die Voestalpine weiterhin ein bedeutender Sponsor der mit Elektroautos ausgetragenen Rennen "Formel E" bleiben will, ist offen. Vor wenigen Tagen hat Rennfahrer Maximilian Günther in Santiago de Chile seinen ersten Sieg eingefahren.

Noch ist nicht entschieden, ob die Voestalpine auch weiterhin Sponsor der Formel E bleibt. Die Verhandlungen seien noch am Laufen, erklärte Konzernchef Herbert Eibensteiner. Vor Beginn der fünf Europarennen dieser Saison am 4. April in Rom hat Pilot Maximilian Günther bei der voest Station gemacht.

Am 18. Jänner hatte der 22-Jährige, der einen österreichischen und einen deutschen Pass besitzt, in Santiago de Chile seinen ersten Sieg eingefahren. "Ein großer Meilenstein im Profisport", wie der BMW i-Werksfahrer meinte. In der letzten Runde hatte Günther den Sieg eingefahren. Sechs bis sieben Teams seien derzeit in der Lage auf Podiumsplätze zu fahren, das Feld sei so eng beisammen, dass er eine Prognose für künftige Rennen nicht abgeben könne.

Voest ist der größte Geldgeber der Marketingveranstaltung

Die Formel E sei inzwischen zu der "bedeutendsten Rennserie der Welt mit allen deutschen Premiumherstellern" der Automobilbranche geworden, begründete Eibensteiner das finanzielle Engagement. Seit vergangener Saison ist die Voest Hauptsponsor der Europarennen. Der Stahl- und Technologiekonzern hat ein Zweijahresvertrag abgeschlossen, der am 26. Juli mit dem letzten Rennen der Saison in London ausläuft. Ob es auch weiterhin die sogenannten "Voestalpine European Races" geben wird, ist noch offen. Man habe allerdings die Option, die Partnerschaft zu verlängern.

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Für Eibensteiner ist die E-Mobilität die Technik der Zukunft, unterstrich er in der Pressekonferenz. Rund 50 Prozent des Konzernumsatzes von 13,6 Mrd. Euro erziele die Voestalpine im "Zukunftsmarkt Mobilität - die E-Mobiltät nimmt darin zunehmend einen wichtigeren Stellenwert ein". Vor allem die Tatsache, dass die Europarennen in Städten ausgetragen werden, hob er hervor. Dort sei das junge Publikum der Formel E daheim, zugleich auch die Kunden vom morgen.

Für Günther liegt der Reiz in einem Stadtrennen darin, dass der Kurs "sehr, sehr eng und sehr, sehr schnell ist". Nach dem Auftakt in Rom, folgt Paris am 18. April, dann Berlin am 21. Juni und zum Saisonende London mit einem Doppelrennen am 25. und 26. Juli. (apa/red)

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