Stahlhandel

Voestalpine: Kaum Belastungen von Strafzöllen der Türkei

Die Türkei plant hohe Strafzölle auf Stahl. Der Linzer Stahlkonzern reagiert darauf mit Gelassenheit. Von der angekündigten Importquote werde die Voestalpine nur marginal betroffen sein - wenn überhaupt.

Die Voestalpine werde von der von der Türkei angekündigten Importquote für Stahlprodukte - wenn überhaupt - nur marginal betroffen sein, teilte der börsennotierte Stahl- und Technologiekonzern auf Anfrage mit. Ob die Importbeschränkung für das Unternehmen überhaupt zum Tragen kommen werde, werde erst nach deren Inkrafttreten zu beurteilen sein.

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Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Voestalpine in der Türkei einen Umsatz von rund 170 Mio. Euro erzielt, das entspricht 1,3 Prozent des Konzernumsatzes, heißt es weiter.

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Die Türkei will ihre Wirtschaft wie berichtet mit neuen Stahl-Zöllen stärker schützen. Geplant sind Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent oberhalb von festgelegten Importquoten, hieß es in Dokumenten der Regierung an die Welthandelsorganisation (WTO).

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Weil viele Stahl-Lieferungen durch die von den USA verhängten Zölle sowie die Gegenmaßnahmen der EU und asiatischer Staaten in die Türkei umgeleitet werden, will das Land ab dem 17. Oktober nur noch eine bestimmte Menge an Einfuhren erlauben. Darüber hinaus würden dann die Sonderzölle greifen. (apa/red)

Türkei, Referendum, Erdogan, Grafik, T?rkei/Konjunktur © APA

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