Stahlindustrie

Voestalpine: Zahl der Mitarbeiter steigt zum ersten Mal auf über 50.000

Die Voestalpine hat ihren Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt und beschäftigt nun rund 23.000 Menschen in Österreich. International sind es erstmals mehr als 50.000. Über den Standort Kapfenberg will der Hersteller heuer im Herbst entscheiden. Hier der Überblick.

Der Expansionskurs der Voestalpine zeigt sich bei den steigenden Beschäftigtenzahlen. Per Ende Juni 2017 waren erstmals weltweit über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei dem Stahlkocher beschäftigt. Mit 50.047 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) erhöhte sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Vor zehn Jahren waren es "nur" rund 28.000 Beschäftigte.

Bereich Automotive wird stark ausgebaut

Mehr als 23.000 "Voestler" arbeiten in Österreich, der Rest im Ausland, insbesondere in Deutschland und im nordamerikanischen NAFTA-Raum. Die Voestalpine-Beschäftigten sind auf mehr als 50 Länder auf fünf Kontinenten verteilt.

Zurückzuführen ist der jüngste Anstieg bei den Beschäftigtenzahlen unter anderem auf den intensiven Ausbau der internationalen Automotive-Aktivitäten, heißt es vom Unternehmen.

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Für September 2017 ist die Eröffnung eines modernen Drahtwalzwerks in Donawitz geplant, im Herbst 2017 fällt die Standortentscheidung über ein geplantes neues Edelstahlwerk - eventuell wieder in Kapfenberg.

Aktuell dazu:

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Gewachsen ist auch das Eigenkapital, das mit 6,22 Mrd. Euro per 30. Juni 2017 (verglichen mit 6,06 Mrd. Euro zum Bilanzstichtag 2016/17 bzw. 5,7 Mrd. Euro per 30. Juni 2016) einen neuen Rekordwert erreichte. Die Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) reduzierte sich von 55,9 Prozent per 30. Juni 2016 auf 53,8 Prozent per 30. Juni 2017. (apa/red)

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