Metallindustrie

Voestalpine gründet neue Sparte "Industrial Systems"

Der Linzer Industriekonzern bündelt mehrere Bereiche im Metallbau in einer neuen Sparte namens "Industrial Systems". Dazu gehört in Zukunft etwa die Produktion von Draht, Nahtlosrohren sowie die Schweißtechnik. Und Vorstand Franz Kainsdorfer bekommt zwei neue Kollegen.

Die Voestalpine hat einen weiteren Schritt zur Neuaufstellung der Metall Engineering Division vollzogen. Nach der Zusammenlegung der Bahnaktivitäten unter dem Dach der "Railway Systems" erfolgt nun die Bündelung der weiteren divisionalen Geschäftsbereiche Draht, Nahtlosrohre und Schweißtechnik unter dem Namen "Industrial Systems", teilt die Voestalpine mit.

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Zwei neue Vorstände

Das Vorstandsteam der Metall Engineering Division um Franz Kainsdorfer wird gleichzeitig um zwei Manager erweitert. Dieter Fritz, bisher Leiter des Geschäftsbereiches Weichensysteme und Günter Neureiter, bisher Leiter des Geschäftsbereiches Schweißtechnik, rücken in den Divisionsvorstand auf. Hauptsitz der Metal Engineering Division ist Leoben-Donawitz.

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"Mit der Bündelung unserer divisionalen Kompetenzen in den neuen Geschäftsbereichen 'Railway Systems' und 'Industrial Systems' positionieren wir uns am Markt noch stärker als Anbieter von kompletten Systemlösungen für anspruchsvollste Industriesegmente", so Kainsdorfer, Vorstandsmitglied der Voestalpine und Leiter der Metal Engineering Division.

Eckdaten zum Portfolio von "Industrial Systems"

Das Technologieportfolio von "Industrial Systems" umfasst Premiumdrähte für die Automobilindustrie, High-Tech-Nahtlosrohre für die Öl- und Gasexploration sowie hochqualitative Schweißzusatzwerkstoffe. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte die neue Organisationseinheit, die im Divisionsvorstand ab nun unter der Leitung von Günter Neureiter steht, einen Gesamtumsatz von 1,5 Mrd. Euro und beschäftigte 5.200 Mitarbeiter.

Der Geschäftsbereich "Railway Systems" erwirtschaftet im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit mit rund 7.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro.

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Hubert Possegger, seit 2014 Mitglied des Vorstandes der Division, schied mit Ende September auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen aus. Seine Aufgaben, u. a. Recht, Mergers & Acquisitions, Compliance sowie Health & Safety, werden von Kainersdorfer und dem CFO der Division, Martin Reisetbauer, übernommen.

Der Vorstand der Metal Engineering Division besteht damit seit 1. Oktober 2018 aus Franz Kainersdorfer (Leitung), Martin Reisetbauer (CFO), Dieter Fritz und Günter Neureiter.

Eckdaten zur Metal Engineering Division

Die Metal Engineering Division ist laut Unternehmensangaben globaler Marktführer für Bahninfrastruktursysteme und der zugehörigen Signaltechnik (Railway Systems). Mit dem Bereich Industrial Systems ist die Division darüber hinaus europäischer Marktführer für Qualitätsdraht, führender Anbieter bei Nahtlosrohren und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen.

Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte die Division mit ihren beiden Geschäftsbereichen Railway Systems und Industrial Systems einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro, davon über 40 Prozent außerhalb Europas. Die Division erwirtschaftete damit ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 372 Mio. Euro und beschäftigte weltweit rund 13.500 Mitarbeiter. (apa/red)

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