Zulieferindustrie

Verluste in der Autosparte von Frauenthal deutlich gestiegen

Die Coronakrise drückt das Ergebnis des Wiener Autozulieferers und Sanitärgroßhändlers Frauenthal ins Minus. Besonders das Geschäft mit der Autoindustrie ist deutlich zurückgegangen, während bei Endkunden die Nachfrage nach dem Lockdown gestiegen ist.

Die Coronakrise hinterlässt auch beim börsennotierten Sanitärgroßhändler und Autozulieferer Frauenthal spuren. Der wochenlange Stillstand in der Automobilindustrie hat im Halbjahr zu einem Verlust und Umsatzrückgang geführt, das konnte auch die private Nachfrage in der Sanitär- und Haustechniksparte nach dem Lockdown nicht abfedern. Das Unternehmen machte dennoch einen Verlust von 17,8 Mio. Euro.

Auch der Umsatz der Frauenthal-Gruppe war im ersten Halbjahr 2020 mit 392,7 Mio. Euro um 16 Prozent niedriger als vor einem Jahr, teilte die Firma Mittwochnachmittag mit. Das EBITDA lag mit 14,1 um 8,1 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Aufgrund der Covid-19-Krise erwartet Frauenthal für 2020 einen massiven Umsatz-und Ergebniseinbruch.

Im Automotive-Sektor reduzierte sich der Umsatz im Halbjahr um 70,3 Mio. Euro auf 104,7 Mio. Euro. In der Division Handel ging der Umsatz nur moderat um 4,3 Mio. Euro auf 288 Mio. Euro zurück. Dort habe sich die Nachfrage von privaten Haushalten nach dem Lockdown positiv ausgewirkt.

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Personelle Neubesetzungen

Das Unternehmen hat in seiner Mitteilung auch personelle Änderungen bekanntgegeben. Ab 1. September wird Erika Hochrieser zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Mitglied des Vorstands der Frauenthal Holding AG neben Thomas Stadlhofer (Vorstandsvorsitzender) und Beatrix Ostermann als weiteres Mitglied des Vorstands der Frauenthal Services AG fungieren. Hochrieser übernimmt von Stadlhofer die Geschäftsbereiche Finanzen, Human Resources und Rechtsangelegenheiten. Beatrix Ostermann wird ihre Funktionen mit dem Auslaufen des Vorstandsvertrags mit Jahresende zurücklegen und die Unternehmensgruppe verlassen. Ihre Geschäftsbereiche (Einkauf und Marketing) übernimmt ab 1. Jänner 2021 Stadlhofer.

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Durch die Zusatzfunktion von Hochrieser in der Division Handel werden mit 1. September auch die Agenden im Vorstand der Frauenthal Holding AG geändert. Martin Sailer verantwortet die Division Automotive fortan auch inklusive der Bereiche Finanzen Automotive und IT Automotive. Er wird zudem für die gesamte Investor-Relations-Tätigkeit der Gruppe zuständig sein, heißt es in der Mitteilung. (apa/red)