Zulieferindustrie

Verluste beim Zulieferer Mahle - im Vorjahr 2.500 Stellen abgebaut

Hersteller Mahle mit einem Standort in Kärnten ist wie viele andere Zulieferer schon vor der Coronakrise in eine schwierige Position geraten: Der Umbruch der Autoindustrie erfordert sehr hohe Investitionen, während die Nachfrage zurückgeht.

Der Umbruch in der Autoindustrie und die Wirtschaftsflaute haben den deutschen Zulieferer Mahle mit voller Wucht getroffen. Im vergangenen Jahr machte das Stiftungsunternehmen einen Verlust von 212 Mio. Euro nach einem Gewinn von 446 Mio. Euro 2018, wie der Vorsitzende der Konzern-Geschäftsführung, Jörg Stratmann in Stuttgart mitteilte.

Stratmann sagte, die Effizienzsteigerungsprogramme würden konsequent fortgeführt und an der strikten Kostendisziplin festgehalten. 2019 seien weltweit etwa 2.500 Stellen abgebaut worden. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent auf 12 Mrd. Euro zurückgegangen.

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Die aktuelle Situation werde durch die Coronapandemie zusätzlich erschwert, hieß es weiter. Im März und April 2020 seien drastische Umsatzrückgänge verzeichnet worden, es sei mit einem überaus schwierigen Jahr zu rechnen. Derzeit arbeite das Unternehmen nach der nahezu weltweiten Schließung seiner Werke mit Hochdruck am Wiederanlauf der Produktion in Europa.

Mahle stellt herkömmliche Motorkomponenten wie Kolben, aber auch Filter und Pumpen für den Verbrennungsmotor her. Zunehmend setzt das Unternehmen auch auf Teile für Elektroautos. Die Abhängigkeit vom klassischen Verbrennungsmotor hatte Mahle wie andere Zulieferer auch in den letzten Jahren verringert. (dpa/apa/red)

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