Sozialpartner

Verhandlungen zum Eisenbahner-KV bisher ohne Ergebnis

In den Verhandlungen geht es um Löhne in über 50 österreichischen Eisenbahnunternehmen. Bisher gibt es kein Ergebnis, aber die Verhandler berichten von einem konstruktiven Klima. Die nächste Gesprächsrunde gibt es am 25. Juni.

Die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 40.000 Beschäftigte bei den über 50 österreichischen Eisenbahnunternehmen haben bisher kein Ergebnis gebracht. Am 25. Juni werde weiter verhandelt, teilten die Verhandler vom Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und vom Fachbereich Eisenbahnen in der Gewerkschaft vida mit.

Beteiligte berichten von einem "konstruktiven Klima"

Beide Verhandlungsführer sprechen von einem konstruktiven Klima und zeigen sich optimistisch für die weiteren KV-Runden, da die Sozialpartnerschaft funktioniere. Dies habe auch die gemeinsame Initiative "Ja zur Bahn in Rot Weiß Rot" gezeigt.

Nach zwei vorbereitenden Gesprächen habe vergangene Woche die erste informelle Kollektivvertragsverhandlungsrunde stattgefunden. Zu Details wurde Stillschweigen vereinbart, die nächste Verhandlungsrunde findet am 25. Juni statt.

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Man wolle in einem Gesamt-Paket optimale Rahmenbedingungen für die Branche schaffen und ein für beide Seiten tragbares Ergebnis erzielen. "Dies gilt sowohl für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der heimischen Schienenbahn-Unternehmen, als auch für die Attraktivität der eisenbahnspezifischen Berufe", betonen Fachverbands-Obmann Thomas Scheiber und vida-Fachbereichsvorsitzender Günter Blumthaler in einer Aussendung unisono.

Auch die Zukunft der VAEB ist ein Thema

Am Rande der KV-Verhandlungen haben die Sozialpartner auch Gespräche über die Zukunft der VAEB – Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau geführt. Die Regierung soll ja eine Fusion der Kasse der Beamten (BVA) und jene der Eisenbahner und des Bergbaus (VAEB) planen.

Die Arbeitnehmervertreter sehen darin "einen rein politisch motivierten Akt der Regierungsparteien", der auf Kosten der Versicherten gehe und eine Privatisierung des Gesundheitssystems zum Ziel habe. (apa/red)

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