Luftfahrt

Verhandlungen mit AUA: Eingeweihte rechnen nächste Woche mit Durchbruch

Bei den Verhandlungen über Staatshilfen für die Austrian Airlines rechnen Eingeweihte mit einer Einigung in der kommenden Woche. Berichten zufolge geht es unter anderem um die Erneuerung der Flotte sowie Garantien zum Erhalt der Firmenzentrale in Wien und dem Drehkreuz am Wiener Flughafen.

Bei der Staatshilfe für die Lufthansa-Tochter AUA dürfte sich der Durchbruch verzögern, wohl bis nächste Woche.

Ein für Donnerstag geplantes Treffen zwischen dem Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat nicht statt gefunden. Das Kanzleramt lehnte einen Kommentar ab. Spohr hatte diese Woche in einer Telefonkonferenz von einem Treffen mit Kurz gesprochen und gemeint, dass er mit einem Durchbruch noch in dieser Woche rechne.

Standortvertrag für zehn Jahre erwartet

Das staatliche österreichische Rettungspaket für die AUA soll nächste Woche präsentiert werden. Laut "Standard" sind in der Standortgarantie unter anderem CO2-Reduktionen durch Flottenerneuerung, der Erhalt des Headquarters Wien und der Drehkreuzfunktion vorgesehen; gelten solle dieser Vertrag zehn Jahre. Zudem werde der Staat Aufsichtsratsmitglieder in AUA und Stiftung entsenden.

Mandate für Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat

Nach aktuellem Stand soll die Airline 600 Mio. Euro bekommen: 300 Mio. Euro als staatlich garantierten Bankkredit, 150 Mio. Euro Zuschuss vom Staat (via Finanzierungsagentur COFAG), 150 Mio. Euro steuere Mutter Lufthansa fürs Eigenkapital bei. Zudem überlege der Staat, sich über eine Finanzkonstruktion mit 50 Mio. Euro am Paket der deutschen Regierung mit der Lufthansa zu beteiligen.

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Koalitionsintern gibt es noch Gespräche. Die Grünen hinterfragen u.a. die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat. (apa/red)

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