Personalia

Verbund: Zwei neue Kandidaten für den Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat des größten österreichischen Energieversorgers sollen Thomas Schmid als neuer Chef der Staatsholding ÖBAG sowie Martin Ohneberg, Chef der Industriellenvereinigung Vorarlberg, einziehen. Die jetzigen Aufsichtsräte Gerhard Roiss und Michael Süß verlassen das Gremium.

In den Aufsichtsrat des Verbund-Stromkonzerns soll Ende April der neue Chef der Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid, einziehen - die Republik hält mit 51 Prozent die Mehrheit an dem börsennotierten Unternehmen. Ebenso kandidiert für den AR der Vorarlberger IV-Präsident Martin Ohneberg, geht aus den HV-Unterlagen für 30.4. hervor. Über die AR-Kandidaten berichtete als erste die "Presse".

Schmid werde dem Gremium als Präsident vorstehen, so die Zeitung. Grund für die Neuwahlen in das Verbund-Kontrollorgan ist der schon länger bekannte Abgang von AR-Präsident Gerhard Roiss und seinem Vize Michael Süß.

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Das AR-Mandat von Gerhard Roiss wäre bis 2020 gelaufen, Mitte Februar wurde sein vorzeitiges Ausscheiden publik. Das soll in engem Konnex mit der Reform der Staatsholding - früher ÖBIB, jetzt ÖBAG - stehen, hieß es in Medien. Auch bei Süß wurde die Neuaufstellung der Staatsholding als Auslöser angesehen.

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Ähnlich die Situation beim Noch-Aufsichtsratschef der OMV, dem früheren Siemens-Konzernchef Peter Löscher. Er hatte im September in einem Schreiben an Eigentümervertreter Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) u.a. zum Ausdruck gebracht, wie sehr ihm der zunehmende Staatseinfluss auf die Geschicke der OMV missfalle.

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Insbesondere konnte sich Löscher nicht mit der dabei von ihm georteten "ordnungspolitischen und marktwirtschaftlichen Strategie" abfinden, wie er in dem auch von deutschen Medien zitierten Brief weiter erklärte. Beim Öl- und Gaskonzern OMV beträgt der Staatsanteil 31,5 Prozent, das Aktionärstreffen findet am 14. Mai statt.

Finanzminister Löger hatte sich im März vor Journalisten dazu bekannt, dass es mit der ÖBAG als Aktiengesellschaft "wieder eine sinnhafte aktive Managementmöglichkeit" geben solle. Das beinhalte auch die Möglichkeit, über den Vorstand der ÖBAG wieder in den Aufsichtsräten von Beteiligungsunternehmen vertreten zu sein "und dort, wo es sinnhaft und möglich ist, auch den Vorsitz anzustreben", so der Minister. Die vorhergehende als GmbH organisierte ÖBIB sei "verunglückt" gewesen. (apa/red)

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