Energieversorger

Verbund würde Kelag-Anteil gern aufstocken

Österreichs größter Stromkonzern ist heute mit über einem Drittel am Kärntner Landesenergieversorger Kelag beteiligt und will seine Anteile erhöhen. Das Land Kärnten hat bisher immer "nein" gesagt.

Energieversorger KELAG RWE Verbund Wolfgang Anzengruber Beteiligungen

Der bereits mit über einem Drittel am Kärntner Landesenergieversorger Kelag beteiligte Verbund-Stromkonzern hat Appetit auf mehr. An einer Aufstockung habe man grundsätzlich Interesse, sagte Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung in Wien.

Bisher habe es zu dem Thema immer eine strikte Ablehnung des Landes Kärnten gegeben, so Anzengruber. Sollten sich die Dinge ändern, werde man "sicher sofort in Gespräche einsteigen". Finanzieren könnte man eine Aufstockung bei der Kelag bei einem vernünftigen Preis durch Kredite, Anleihen oder aus dem Cashflow.

Aktuell hält der Verbund 35,17 Prozent an der Kelag. Die Mehrheit von 51,05 Prozent gehört der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH, an der das Land Kärnten mit 51 Prozent und die deutsche RWE mit 49 Prozent beteiligt ist. Weitere 12,85 Prozent der Kelag gehören der deutschen RWE direkt. (apa/red)