Gerüchteküche

Verbund-Vorstand: Suche nach CFO in der Endrunde

Am Dienstag soll beim führenden heimischen Stromerzeuger Verbund nach einiger Zeit wieder ein eigener Finanzvorstand (CFO) bestellt werden - und es fallen weitere Namen aussichtsreicher Kandidaten.

Laut "Presse" (Samstag) soll der Merrill-Lynch-Banker Peter Kollmann die besten Chancen haben, gefolgt vom Lenzing-Finanzer Thomas Winkler. Vom Verbund-Hydro-Power-Vorstand Michael Amerer, der vor zwei Wochen noch als Favorit genannt wurde, ist jetzt keine Rede mehr.

Kollmann ist Österreicher und arbeitet seit Jahren für die US-Investmentbank Merrill Lynch in Frankfurt. Sein Zuständigkeitsbereich ist die Alpenrepublik - kein großer Deal, bei dem er nicht involviert gewesen wäre, vom Telekom-Austria-Börsegang bis zum AUA-Verkauf an die Lufthansa, so die Zeitung.

Namedropping

Sollte Kollmann am Dienstag im Verbund-AR keine Mehrheit bekommen, so wäre dem Bericht zufolge der Lenzing-CFO Winkler eine Alternative. Dem Verbund-AR-Chef Gilbert Frizberg abgewunken haben soll dagegen der in London tätige Deutsche-Bank-Investmentbanker Dominik Thumfart. Vorigen Donnerstag tagte der Nominierungsausschuss des Verbund-Aufsichtsrates.

Damit nach einigen Jahren Pause wieder ein eigener CFO in den Verbund-Vorstand einziehen kann - derzeit nimmt die Finanz-Agenden CEO Wolfgang Anzengruber selbst wahr -, ohne das Gremium zu vergrößern, muss wie berichtet ein Mitglied die Chefetage verlassen. Das wird Vorstandsdirektorin Gabriele Baumgartner-Gabitzer sein, die Anfang 2014 als neue Chefin an die Spitze der Verbund-Netztochter Austrian Power Grid wechseln wird - vorige Woche erfolgte die Bestellung durch den APG-Aufsichtsrat.

An der Verlängerung der drei übrigen Verbund-Vorstandsmandate - von Anzengruber, Vize-CEO Johannes Sereinig und Günther Rabensteiner - besteht kein Zweifel. Die Funktionsperioden sollen jeweils fünf Jahre, von 2014 bis 2018 laufen. An der Verbund AG hält 51 Prozent die Republik Österreich. (APA)

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