Gerüchteküche

Verbund: Viele Bewerber für die Vorstandsposten

Eine regelrechte Drängerei herrscht offenbar um die neu ausgeschriebenen Vorstandposten beim führenden heimischen Stromerzeuger Verbund. Beim Personalberater Egon Zehnder sind angeblich mehrere Dutzend Bewerbungen eingetrudelt, und schon am 6. März solle im Aufsichtsrat die Entscheidung fallen, berichtete der "Kurier" in seiner Samstag-Ausgabe.

Besonders spannend wird die Besetzung der wieder separat vorgesehenen Funktion eines Finanzvorstands (CFO) - diese Aufgabe übt derzeit Vorstandschef Wolfgang Anzengruber aus. Damit im Vierer-Gremium ein neuer Finanzchef Platz hat, muss ein Sessel in der Vorstandsetage geräumt werden. Deshalb soll Ulrike Baumgartner-Gabitzer, derzeit beim Verbund für Wasserkraft über Übertragungsnetz zuständig, Chefin der Verbund-Netz-Tochter APG werden, wie die "Presse" schon Ende Jänner schrieb. Anzengruber, sein Vize Johannes Sereinig (Vertrieb, Handel) sowie Auslands-Chef Günther Rabensteiner dürften als Verbund-Vorstände bestätigt werden, so der "Kurier".

Mehrere Namen werden kolportiert

Favorit für den Finanz-Chef soll der Zeitung zufolge der gebürtige Grazer Michael Amerer sein, derzeit Vorstand bei der Verbund Hydro Power. Auch Gerhard Gamperl, Mitglied der Geschäftsführung von Verbund International, gelte als heißer Kandidat. Nicht auszuschließen sei, dass ein internationaler Kapazunder geholt werde.

Das "WirtschaftsBlatt" hatte am Mittwoch außer Amerer auch Thomas Karall, den kaufmännischen Vorstandsdirektor der Stromnetz-Tochter APG, als passend qualifizierten Kandidaten für den Verbund-Finanzvorstand genannt; allerdings dürfe er rechtlich nicht direkt von einer Verbund-Tochter ins höchste Management wechseln. Ähnliches kolportierte die "Presse" umgekehrt schon zwei Mal auch für Baumgartner-Gabitzer: Sie solle erst im Laufe dieses Jahres zur APG wechseln, bis dahin aber - für rund ein halbes Jahr - einen Konsulentenvertrag erhalten.

Alle vier Verbund-Vorstände sollen für die Periode 2014 bis 2018, also für fünf Jahre, bestellt werden. Die jetzigen Mandate laufen allesamt per 31.12.2013 aus. An der Verbund AG hält die Republik Österreich 51 Prozent. (APA/red)

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