Energieversorger

Verbrauch von Elektroautos in Wien in einem Jahr verdoppelt

In Wien befüllen Autofahrer ihre Fahrzeuge immer öfter mit Strom anstelle von Benzin oder Diesel. Zwischen Jänner und Oktober sind trotz der Krise rund 1,5 Mio. Kilowattstunden Strom in die Batterien von Elektroautos geflossen. Wien Energie will Anfang kommenden Jahres ihr Ziel von 1.000 öffentlichen Ladestellen erreicht haben.

Energieversorger Wien Energie Elektroautos Michael Strebl

In Wien befüllen Autofahrer ihre Fahrzeuge immer öfter mit Strom anstelle von Benzin oder Diesel. Laut Wien Energie, die im Auftrag der Stadt ein Ladestellennetz betreibt bzw. dieses weiter ausbaut, wurden von Jänner bis Oktober 1,5 Mio. Kilowattstunden (kWh) getankt. Das entspricht fast der doppelten Menge des Vergleichszeitraums 2019 (780.000 kWh), wie das Unternehmen mitteilte.

Demnach wurden allein im heurigen Oktober 15.100 Stromtanks an den E-Zapfsäulen befüllt. Im selben Monat 2019 waren es 7.800 Ladungen. "In Wien wird immer mehr Strom gezapft. Das heißt, immer mehr E-Autofahrer aus Wien und dem Umland tanken an immer mehr E-Ladestellen in der Stadt. Wir beobachten dabei eine positive Wechselwirkung aus verfügbarer Infrastruktur von Wien Energie und steigenden E-Autozahlen", resümierte Geschäftsführer Michael Strebl.

"Bremsklotz" Corona

Besonders freut sich das Unternehmen, dass die Zahlen trotz der Corona-"Bremsklötze" in Form zweier Lockdowns deutlich gestiegen sind. Diese zeigten sich nämlich sehr wohl in der Statistik. "Im Vergleich zu Mitte Februar bis Mitte März ging die Lademenge von Mitte März bis Mitte April um fast zwei Drittel zurück. Auch der zweite Lockdown zeigt seine Spuren: Während im Oktober im Schnitt noch täglich 487 mal geladen wurde, waren es im November 428 Ladungen", hieß es.

White Paper zum Thema

Wien Energie hat heuer 300 Ladesäulen angeschlossen

Strebl betonte, dass Wien Energie trotz Pandemie und damit verbundener "widriger Umstände" im heurigen Jahr 300 Ladestellen errichtet habe. Mit Ende Dezember gebe es in Wien somit 950 öffentliche Stromzapfsäulen. Anfang 2021 folgen dann die restlichen 50, die für den Abschluss des ursprünglich auf 1.000 Ladestellen ausgerichteten Versorgungsplans notwendig sind, informierte das Unternehmen. In den kommenden Jahren soll dann die Ladeinfrastruktur im privaten Bereich und für Mobilitätsanbieter wie Taxi- und Transportunternehmen "auf Vordermann" gebracht werden, kündigte der Geschäftsführer an. (apa/red)

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