Elektroindustrie

Varta weiter auf Rekordkurs

Der dem österreichischen Investor Michael Tojner gehörende deutsche Batteriehersteller profitiert von neuen Technologien und hier vor allem von kabellosen Kopfhörern. Demnächst will Varta erneut einen hohen Millionenbetrag für Produktionserweiterungen investieren.

Das dem österreichischen Investor Michael Tojner gehörende Batterieunternehmen Varta profitiert von neuen Technologien und will erneut einen hohen Millionenbetrag für Produktionserweiterungen investieren. Nach Rekordwerten im vergangenen Jahr erwartet der Vorstand auch 2019 Bestmarken.

"Mit der massiven Erweiterung unserer Produktionskapazitäten sowie mit neuen innovativen Produkten werden wir die Wachstumsdynamik nochmals beschleunigen und unsere starke Marktposition weiter ausbauen. Damit werden wir den profitablen Wachstumskurs langfristig fortsetzen können", sagte Firmenchef Herbert Schein.

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Rückenwind erhalte Varta insbesondere vom "sehr dynamisch wachsenden" Markt für kabellose Kopfhörer und Hörgeräte. Aber auch Energiespeicher für das Eigenheim seien stark gefragt. Daher blicke der Vorstand sehr optimistisch in die Zukunft. Durch die massive Ausweitung der Produktionskapazitäten, dem sehr guten Auftragsbestand und neuen Wachstumsmöglichkeiten erwarte er erneut zweistellige Umsatz- und Ergebniszuwächse, sagte Schein. Der Umsatz soll um 12 bis 14 Prozent auf 303 bis 309 Mio. Euro klettern, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 22 bis 28 Prozent auf 61 bis 64 Mio. Euro. Die Produktionskapazität bei den Lithium-Ionen Batterien etwa für Kopfhörer werde auf über 60 Millionen Zellen pro Jahr erweitert.

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Investitionspläne für das laufende Jahr

Heuer will Varta zwischen 65 und 75 Mio. Euro investieren. 2018 waren die Investitionen waren mit gut 56 Mio. Euro rund 3,5-mal so hoch wie im Jahr davor.

Das vor mehr als 130 Jahren gegründete Unternehmen bewirbt sich auch für staatliche Fördergelder für die Massenfertigung von Batteriezellen für Elektroautos. Da sich bisher keine deutschen Autobauer oder Zulieferer bereit fanden, die Milliardenrisiken für einen Aufbau einer Batteriezellenproduktion für E-Autos einzugehen, hatte die deutsche Regierung eine Anschubfinanzierung für Unternehmen von insgesamt einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Die Bewerbungsfrist um die Fördergelder lief Mitte März aus.

Varta hatte bereits Mitte Februar die Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt und dabei auch die Ziele für 2019 veröffentlicht. 2018 stieg der Umsatz um 12,2 Prozent auf 282 Mio. Euro. Unterm Strich verdiente Varta mit 25,2 Mio. Euro fast doppelt soviel wie 2017. (reuters/dpa/apa/red)

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