Batteriehersteller

Varta: Trotz Coronakrise voller Zuversicht

Der Michael Tojner gehörende Batteriekonzern bleibt auch in der Coronakrise zuversichtlich und erwartet in seiner Prognose keine Beeinträchtigungen. Trotzdem streicht Varta die Gewinnausschüttung an Aktionäre - das Geld will der Hersteller lieber investieren.

Der Batteriehersteller Varta gibt sich mitten in der Coronavirus-Krise optimistisch für seine Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Wegen des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus seien zwar negative Einflüsse nicht auszuschließen, doch aktuell gebe es dafür keine Hinweise, teilte das im MDax notierte Unternehmen in Ellwangen mit. Daher gehe man beim Ausblick für 2020 von keinen Beeinträchtigungen aus.

Konkret rechnet Varta mit einem Konzernumsatz zwischen 780 und 800 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird in einem Korridor zwischen 175 und 185 Mio. Euro erwartet. Wie bereits bekannt kletterte der Umsatz im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 362,7 Mio. Euro. Das bereinigte Ebitda stieg um 94 Prozent auf 97,5 Mio. Euro.

Trotzdem keine Gewinnausschüttung geplant

 

Der Batteriehersteller Varta des österreichischen Investors Michael Tojner will seinen Gewinn für weitere Investitionen einbehalten. Vorstand und Aufsichtsrat wollen auf der für 18. Juni geplanten Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres von rund 69 Mio. Euro vollständig auf neue Rechnung vorzutragen, teilte das Unternehmen mit. Dadurch wolle das Unternehmen seine Finanzierungskraft wie schon im Vorjahr für geplante Investitionen stärken.

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Marktführer für Akkus in kabellosen Kopfhörern

Varta ist derzeit Marktführer für die Akkus in kabellosen Kopfhörern, die derzeit einen Boom erleben. Um den steigenden Bedarf zu decken, baut Varta die Kapazitäten stark aus. Bis Ende 2021 sollen über 200 Millionen Lithium-Ionen-Zellen jährlich produziert werden. Vor diesem Hintergrund erwartet Varta denn auch, beim Wachstum in diesem Jahr nochmals zuzulegen. Eine genauere Prognose soll es mit den detaillierten Zahlen am 31. März geben. (dpa/apa/red)

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