Elektroindustrie

Varta: Betriebsgewinn 2019 knapp verdoppelt

Der dem österreichischen Investor Michael Tojner gehörende Batteriehersteller profitiert vom Boom bei kabellosen Kopfhörern. Die Verkaufserlöse haben im Vorjahr um ein Drittel zugelegt. Den Betriebsgewinn konnte Varta fast verdoppeln.

Der deutsche Batteriehersteller Varta des österreichischen Investors Michael Tojner profitiert vom Boom bei kabellosen Kopfhörern. Der Umsatz kletterte 2019 dank der dafür produzierten Batterien um 34 Prozent auf 364 Mio. Euro, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) stieg auf rund 98 Mio. Euro und damit fast auf das Doppelte. Mit beiden Werten schnitt Varta noch besser ab als vom Unternehmen zuletzt selbst in Aussicht gestellt. Die Aktie stieg im Tagesverlauf bisher um fast 7 Prozent auf 83,40 Euro.

Varta hatte die Prognose für 2019 schon dreimal angehoben und zuletzt einen Umsatz von bis zu 340 Mio. Euro und einen Betriebsgewinn von bis zu 88 Millionen in Aussicht gestellt.

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Weil Varta Marktführer für die Akkus in kabellosen Kopfhörern ist, profitiert das Unternehmen vom rasanten Wachstum bei den Geräten. Zuletzt hatten aber aufkommende Konkurrenzsorgen den Optimismus bei Anlegern aber deutlich gedämpft. Varta droht hier Ungemach durch chinesische Konkurrenten, denen das Unternehmen Anfang des Jahres Patentverletzungen vorgeworfen hatte.

Analysten zufolge griffen anscheinend Kopfhörer-Hersteller auf chinesische Batterien zurück, da Varta die hohe Nachfrage nicht habe bedienen können. Der im vergangenen Jahr fast verfünffachte Aktienkurs war im laufenden Jahr bisher deutlich unter Druck geraten.

Varta-Finanzchef Steffen Munz zeigte sich zuversichtlich für 2020. "Dank des sehr hohen Auftragsbestands werden wir das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum in 2020 nochmals beschleunigen", erwartet er. Detaillierte Zahlen legt Varta am 31. März vor. (dpa/reuters/apa/red)

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