Pharmaindustrie

Valneva kauft Impfstoffproduktion in Schweden und erhöht das Kapital

Die Biotechfirma Valneva, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis entstanden, kauft Crucell Schweden. Damit werden Lizenzen für den Impfstoff Dukoral sowie eine Produktionsanlage im schwedischen Solna mit 115 Mitarbeitern erworben, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Valneva Pharmaindustrie

Die Biotechfirma Valneva, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis entstanden, kauft Crucell Schweden. Damit werden Lizenzen für den Impfstoff Dukoral sowie eine Produktionsanlage im schwedischen Solna mit 115 Mitarbeitern erworben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Transaktion habe einen Wert von 45 Mio. Euro. Der Abschluss wird im Februar 2015 erwartet.

Die Transaktion soll durch Fremdkapital, aber auch durch Eigenkapital finanziert werden. Letzteres soll im Rahmen einer Kapitalerhöhung aufgebracht werden. Diese soll - vorbehaltlich der Genehmigung durch französische Behörden - 45 Mio. Euro einbringen, wovon 30 Mio. Euro für die aktuelle Transaktion gebraucht werden.

Der Großaktionär Bpifrance, der rund 10 Prozent am Grundkapital hält, habe schon zugesagt, bis zu 10 Mio. Euro zu zeichnen. Dazu kommen weitere Verpflichtungen der Groupe Grimaud, die derzeit rund 21 Prozent der Valneva-Stammaktien hält und verschiedener Fonds, die sich auf weitere 10 Mio. Euro belaufen. Damit gebe es für 20 Mio. Euro oder 44 Prozent der Kapitalerhöhung bereits Zusagen, heißt es in der Unternehmensaussendung.

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Der Impfstoff wirkt gegen Cholera und durch ETEC verursachten Reisedurchfall. Verkäufer ist Crucell Holland B.V. Zu dem Deal gehört auch das Impfstoff-Vertriebsgeschäft des Verkäufers und seiner Tochterunternehmen in den nordischen Ländern Europas. Insgesamt wurde mit den Geschäftsfeldern, die nun den Besitzer wechseln, 2013 ein Umsatz von 38 Mio. Euro gemacht. In den ersten neun Monaten des Jahres 2014 gab es 23 Mio. Euro Einnahmen.

Valneva erhofft sich eine Ergänzung seines Impfstoffs gegen Japanische Enzephalitis und die "Freisetzung von Synergien, welche Valnevas Entwicklung in Richtung finanzieller Eigenständigkeit weiter unterstützen" sowie die Schaffung eines voll-integrierten Impfstoff-Unternehmens mit Alleinstellungswert. (APA)

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