Industrieproduktion

USA: Rückgänge in der Industrie wie 1946

Die US-Industrie hat im März wegen der Corona-Krise ihre Produktion so stark gedrosselt wie seit 1946 nicht mehr. Die Betriebe haben im März um über sechs Prozent weniger produziert als im Monat zuvor.

Die US-Industrie hat im März wegen der Corona-Krise ihre Produktion so stark gedrosselt wie seit 1946 nicht mehr. Die Betriebe stellten 6,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die Notenbank (Fed) in Washington mitteilte. Befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 3,2 Prozent gerechnet.

Die gesamte Produktion - zu der auch Versorger und Bergbau beitragen - schrumpfte um 5,4 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet.

"Mit einer deutlichen Erholung im April ist nicht zu rechnen, da die Infektionszahlen in den USA weiter steigen und der Lockdown fortbesteht", sagte Heleba-Ökonom Patrick Boldt. Die Industrie, die etwa elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft beiträgt, war bereits vor der verschärften Corona-Krise schlecht in Form. Dazu trugen die Probleme des Flugzeugbauers Boeing mit seinem Modell 737 MAX ebenso bei wie der Preiskrieg der Öl-Staaten Russland und Saudi-Arabien, der den amerikanischen Förderfirmen mit der kostspieligeren Fracking-Technik zu schaffen macht. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge