Flugzeugindustrie

USA hängen Bombardier 220 Prozent Strafzoll um

Washington beschuldigt Kanada, Subventionen für die Flugzeuge von Bombardier zu zahlen - und verdonnert den Hersteller kurzerhand zu Strafzöllen von 220 Prozent. Der Kommentar der Nachbarn: "vollkommen absurd".

Die Strafzölle betreffen Flugzeuge der Baureihe CSeries (im Bild).

Das US-Handelsministerium wirft Kanada unfaire Subventionen für den Flugzeugbauer Bombardier vor und hat eine Jet-Baureihe des Herstellers mit fast 220 Prozent Anti-Dumping-Zoll belegt.

Das Ministerium teilt mit, es habe einen sogenannten Ausgleichszoll von 219,63 Prozent auf die Flugzeuge der Baureihe CSeries verhängt.

Der Zoll wird nur erhoben, wenn er von der Internationalen Handelskommission der USA 2018 bestätigt wird. Der US-Konkurrent Boeing hatte sich beschwert, das Bombardier-Geschäftsflugzeug mit 110 bis 130 Sitzen seien mit Hilfe der Subventionen im vergangenen Jahr in den USA unter den Herstellungskosten angeboten worden.

Bombardier nannte den Strafzoll "absurd". (reuters/apa/red)

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